Kichererbsen in ihrer schmackhaftesten Form

Falafel – die Kichererbsenbälle einfach selber machen

Aus der vegetarischen und veganen Küche sind Falafel nicht mehr wegzudenken. Die knusprigen Bällchen schmecken am besten frisch zubereitet!

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Falafel selber machen

Falafel: Die köstlichen Kichererbsen lassen sich ganz einfach selbst herstellen.

Orientalische Kichererbsenbällchen, genannt Falafel, sind die Zierde jeder Buddha Bowl. Außerdem machen sie sich gut in bunt gefüllten Wraps. Falafel machen auch satt, da sie fast zur Hälfte aus Kohlenhydraten bestehen und frittiert auf den Teller kommen. Rund 70 Kalorien hat ein Bällchen, fünf Stück ergeben eine Portion – für Vegetarier oder Veganer ist das eine tolle Basis (in die Low-Carb-Abteilung geht es hier). Vom türkischen Imbiss schmecken Falafel hervorragend, doch selber machen ist besser. Denn nur frische Falafel aus ungekochten Kichererbsen munden unvergleichlich knackig.

Frische Zutaten

Die Basis von Falafel sind pürierte Kichererbsen. Ungeduldige nehmen vorgekochte Kichererbsen aus der Dose, doch richtig gute Falafel bekommen Sie nur mit ungekochten, getrockneten Kichererbsen hin, die über Nacht einweichen. Die Dosen gibt es in jedem Supermarkt im Feinkostregal, die getrockneten Kichererbsen in Naturkost- und Bioläden, im türkischen Supermarkt sowie im Internet. Ferner brauchen Sie Zwiebeln oder Frühlingszwiebeln, Knoblauch, frische Petersilie und gemahlenen oder frischen Koriander. Letzteren bekommt man in guter Qualität im Asialaden.

Schneller Teig

Weichen Sie die getrockneten Kichererbsen über Nacht, aber mindestens zwölf Stunden ein. Wenn es am nächsten Tag so weit ist, drehen Sie die Erbsen durch den Wolf oder pürieren sie mit dem Pürierstab. Die Zwiebeln schneiden Sie so fein wie möglich, damit sie ihr volles Aroma entfalten und die Kichererbsenmasse binden. Auch Petersilie, Koriander und Knoblauch vermengen Sie fein gehackt, gemeinsam mit den Zwiebeln, mit dem Kichererbsenpüree. Noch Salz und Pfeffer hinzu, fertig ist der Teig!

Ausbacken nach Wunsch

Formen Sie nun zwischen den flachen Händen Bällchen oder mit dem Falafel-Portionierer Medaillons und braten Sie sie in der Fritteuse (180°, 3 – 4 Minuten) oder in der Pfanne (4 Minuten von jeder Seite) aus. Dafür eignet sich Pflanzenöl am besten. Wer Fett sparen will, backt die Falafel im Ofen 25 bis 30 Minuten bei 190° Grad. Traditionell serviert man in Syrien, Israel, Palästina und Ägypten Falafel mit Sesamcreme, genannt Tahine – sie ist in gut sortierten Supermärkten und im orientalischen Supermarkt erhältlich.

Besondere Varianten

Wer es scharf liebt, mengt eine halbe, klein geschnittene Chilischote in seinen Falafel-Teig. Für orientalischen Geschmackszauber sorgt Kreuzkümmel. Auch Dill gibt eine besondere Note. Mehr über die Geschmackseigenschaften von Kräuern finden Sie hier. Um die Falafel etwas fester hinzubekommen, fügen Sie etwas Bulgur oder Couscous in den Teig. Beim anschließenden Servieren gibt es sowieso keine Grenzen: Ob Salat, Risottos, Tabouleh oder frisch gebratenes Gemüse, Falafel passt zu allem, was knackig und körnig ist. Eine Besonderheit ist israelische Amba-Sauce – mit diesen Mango-Pickels erhält man Falafel gelegentlich im Nahen Osten.

Falafel Grundrezept für 4 Portionen

  • 500 Gramm getrocknete Kichererbsen
  • 1 Bund Petersilie (gehackt)
  • 1 kleine Zwiebel (fein gehackt)
  • 3 Knoblauchzehen (gehackt)
  • 2 Stängel Koriander (fein gehackt), alternativ 2 TL Korianderpulver
  • 1 EL Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1l Olivenöl zum Frittieren
Wie oben beschrieben zubereiten – und genießen!

Falafelportionierer

Isabel Winklbauer

von

Kochen als Lieblingswissenschaft