Perfekte Pommes frites

Pommes selber machen: So gelingen die frittierten Kartoffelstäbchen am besten!

Wo gibt’s die besten Pommes frites? Zu Hause! Wenn man weiß, wie’s geht! Ob im Backofen, klassisch oder per Heißluft frittiert – eKitchen-Autor Philipp Weber zeigt, wie Sie perfekte Pommes selber machen.

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Pommes selber machen

Pommes selber machen: Damit Sie so gut gelingen wie auf dem Foto, bedarf es keiner Zauberkünste.

Ich liebe Pommes frites und ich weiß, dass Sie sie auch lieben. Es gibt nur ein Problem: Ich werde viel zu häufig enttäuscht und ich bin mir sicher, dass es Ihnen da nicht anders geht: zu kalt, zu fad, zu fettig, zu matschig. Manchmal hilft da wirklich nur – so weh es tut – das Ketchup-Mayo-Bad. Eigentlich zum Heulen! Versprechen Sie mir: Wir machen das künftig besser! Ich habe für Sie drei Wege getestet, um Pommes zuzubereiten: im Backofen, klassisch frittiert und in einer Heißluftfritteuse. Welches der beste Weg ist und wie auch Sie perfekt Pommes selber machen, lesen Sie hier.

Pommes frittieren oder im Backofen zubereiten?

Für hausgemachte Pommes frites nimmt man am besten frische festkochende Kartoffeln, die man nach dem Waschen, Schälen und Stückeln für 15 Minuten in kaltes Wasser legt, damit ein Teil der Stärke austritt. Und dann gart man sie – ich nehme das mal vorweg: Pommes aus dem Backofen, das wird nichts, denn gute Pommes frites muss man frittieren. Dazu braucht man aber nicht unbedingt eine Fritteuse – es reicht ein Frittiertopf oder ein normaler Topf und ein Drahtsieb. Und es bedarf eines kleinen Tricks, den viele nicht kennen: Man muss die Kartoffeln zweimal frittieren. In Durchgang eins etwas kühler, bei circa 160 Grad Celsius je nach Dicke etwa 5 bis 6 Minuten, bis sie weich, aber noch nicht gebräunt sind. Anschließend nimmt man sie heraus, lässt sie abtropfen und etwas abkühlen. Nun geht es in die zweite Runde – der Feinschliff. Das Öl muss hierfür heißer sein. Frittieren Sie die Pommes frites erneut, bis sie braun und knusprig sind. Das Ergebnis ist köstlich! Wichtig: Es muss ordentlich Salz drauf.
Pommes frites aus der Heissluftfritteuse Video abspielen

Tefal hat mit der ActiFry Express XL eine mächtige Heißluftfritteuse im Angebot. Im Video testet eKitchen, ob die Pommes auch ohne Öl schmecken.

Frittieren fast ohne Öl

Richtig frittieren in zwei Schritten ist aufwendig, das Garen in einer Heißluftfritteuse dagegen ein Kinderspiel. Ich nutze für den Test die Tefal ActiFry Express XL und halte mich an die Herstellerangaben: Bei 750 Gramm frischen Kartoffeln gebe ich ein halben Tefal-Messlöffel Öl hinzu und stelle 25 bis 27 Minuten ein. Mein Tipp für perfekte Pommes frites: Das Gerät zwei Minuten länger laufen lassen als angegeben! Und, na klar, auch hier das Salzen nicht vergessen. Ergebnis: Die Pommes (aus frischen Kartoffeln) haben im Vergleich zu herkömmlich frittierten Pommes frites etwas mehr Eigengeschmack. Manche stufen dieses Mehr sicherlich als gewöhnungsbedürftig ein, für mich sollten Pommes frites genau so schmecken! Eine andere Heißluftfritteuse, der Philips Airfryer XL HD9240/90, produzierte im Praxis-Test ebenfalls gute, aber nicht ganz so perfekte Pommes.

Und wer macht nun die besten Pommes?

Mit Liebe selbst frittierte Pommes frites sind einfach gut! Frittieren Sie sie in zwei Schritten – und Sie werden jedem Pommes-Stand in Zukunft kritischer gegenüberstehen. Und diese Pommes kann man seinen Gästen auch reinen Gewissens zu einem Steak anbieten – trotz Fast-Food-Charakter: Verstecken müssen sich gute Pommes frites nicht!
Mein persönlicher Favorit: Pommes aus der Heißluftfritteuse! Selbst vorgefertigte aus der Tiefkühltruhe schmecken damit gut. Richtig lecker wird es mit frischen. Im Gegensatz zum klassischen Frittieren fallen die Pommes frites aus der Heißluftfritteuse weniger fettig aus und haben einen Hauch mehr Eigengeschmack. Die Zubereitung ist ohnehin wesentlich einfacher, auch die Geruchsbildung der Heißluftfritteuse bleibt im Rahmen. Egal, wie Sie künftig Ihre Pommes zubereiten: Versprechen Sie mir bitte, dass Sie es besser machen als die vielen Pommes-frites-Verunstalter, die es da draußen gibt.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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