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Rezepte für die ActiFry-Heißluftfritteuse – und das per App

Kochen mit einer Heißluftfritteuse ist ein bisschen anders. Rezepte für die ActiFry-Serie von Tefal gibt es in der hauseigenen App – mit wechselndem Geschmackserfolg.

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Rezepte für die ActiFry-Heißluftfritteuse – und das per App

Die App von Tefal soll Rezepte und Anleitungen zu den ActiFry-Fritteusen bieten.

Die „Meine ActiFry“-App steht kostenlos im Apple App Store und und im Google Play Store zum Download bereit – und soll all denen helfen, die wie ich das erste Mal mit einer Heißluftfritteuse arbeiten und auf der Suche nach Rezepten sind. Die App bietet vier übersichtliche Reiter: Willkommen, Rezepte, Leitfaden und Mein Profil. Wer ein Profil anlegt, kann etwa Lieblingsrezepte abspeichern und an verschiedenen Gewinnspielen teilnehmen – Kern der App aber sollen die Rezepte und Leitfäden zu den ActiFry-Fritteusen sein.

ActiFry: Rezepte-App mit Garzeit-Rechner

Unter „Leitfaden“ findet sich neben den Gebrauchsanweisungen zu den ActiFry-Geräten ein Garzeit-Rechner. Der ist sehr praktisch, denn allzu schnell vergisst der Hobbykoch, wie lange die Pommes frites im ActiFry garen müssen. Zudem verrät die App, wie viel Öl der Koch hinzufügen muss.
Um etwa Garnelen in der ActiFry zuzubereiten, muss der Nutzer zunächst Angaben über sein ActiFry-Modell und das Wunschgericht machen – dann spuckt die App die Garzeit aus (in diesem Fall 10 Minuten) und den Hinweis, dass kein Öl benötigt wird. Ob ich den Rührhaken der Maschine einsetzen sollte oder nicht, erwähnt sie leider nicht – hier kommt es auf die eigenen Erfahrungswerte an, welche Speisen vom Haken zerdrückt werden und welche das automatische Wenden überstehen.
Schade auch, dass das neueste Modell, die ActiFry Express XL noch nicht aufgeführt ist – vor allem, weil die laut Hersteller 30 Prozent schneller als ihre Vorgänger ist. Da muss Tefal nachbessern. Für die, die wie ich eine Express XL nutzen, sind die Zeiten wohl nur als Richtwert anzusehen.

Etwas magere Auswahl

150 Rezepte bietet die App laut Tefal. Nachgezählt habe ich nicht – nur wirkt die Auswahl mager. Da gibt es andere Hersteller, die für ihre Geräte deutlich mehr Rezepte zur Verfügung stellen. Ein weiterer Kritikpunkt an der App: Tefal wirbt damit, dass seine Heißluftfritteuse im Vergleich zu herkömmlichen Fritteusen gesünder gart. Daher ist es mehr als verwunderlich, dass das Rezept für die Gemüsepfanne das umstrittene Glutamat als Zutat angibt. Immerhin, einige Gerichte sind richtig lecker: etwa die Apfelspalten mit Zimt, der gedünstete Fisch und oder die frittierten Hähnchenkeulen.

Gute Idee, mäßige Umsetzung

Die Idee, die Tefal mit der App verfolgt, ist eigentlich richtig. Die vorgeschlagenen Rezepte funktionieren und machen den Nutzer mit dem Gerät vertraut. Deshalb sollte sich jeder ActiFry-Besitzer die App laden – sie hilft. Aber eben nur ein bisschen. Ärgerlich, dass die Auswahl an Rezepten sehr begrenzt ist – vor allem deshalb, weil im mitgelieferten gedruckten Kochbuch (bei der Tefal ActiFry Express XL) gerade mal zwölf Rezepte stehen.
Wer in seiner ActiFry mehr zubereiten will als nur Pommes frites, wird mit den von Tefal vorgeschlagenen Rezepten schnell an Grenzen stoßen. Da hilft nur eines: kreativ sein und selbst Dinge ausprobieren.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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