Von wegen Fondue

Spießiges Vergnügen: Fondue-Sets im Test

Bei einem Fondue muss die Temperatur stimmen, sonst wird das gesellige Brutzeln am Tisch schnell zu lauwarmen Nummer. Der Test zeigte deutliche Unterschiede zwischen den Geräten und der Heizart.

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Fondue Test

Fondue-Sets mit Brennpaste statt Strom machen auf dem Tisch eine bessere Figur und ersparen die unbequeme Verkabelung, schwächeln aber bei der Temperatur.

Egal ob Öl, Käse, Fett, Schoko oder Brühe: Der Inhalt zählt. Und der sollte bei Fondues richtig heiß sein. Das gilt insbesondere für die Zubereitung mit Öl. Der Test zeigt: Fondues mit Pastenbrenner sind ihren Elektrobrüdern dabei hoffnungslos unterlegen. Es dauert nicht nur ewig, bis das Öl auf Temperatur kommt, es hält auch die Hitze nicht. Diese Probleme hatten beide Fondues mit Tischkocher, das WMF Allegro sowie das Kela 10968. Beim Kela dauert es beispielsweise lange 54 Minuten, bis die optimale Brühtemperatur von 175 bis 180 Grad Celsius erreicht ist. Bei voller Gabelbestückung ist es dann mit dem Spaß schnell wieder vorbei: Im Test sank die Öltemperatur auf unter 90 Grad. So kocht das Fleisch nur müde vor sich hin. Beim WMF Allegro zeigte sich ein ähnliches Bild – der Pastenbrenner ist einfach zu schlapp.

Fondues: Brenner sind out

Bleibt nur die unpraktische und gefährliche Alternative, das Öl immer wieder auf dem Herd zu erhitzen und zurück zum Tisch zu bringen. Elektrische Fondues entfachen zwar keine Lagerfeuer-Romantik wie die offene Pastenflamme, sonst sind sie aber klar besser: Sie bieten mehr Leistung, sind im Unterhalt billiger und sicherer. Schließlich lodert hier kein offenes Feuer. Aber nicht jedes Elektro-Fondue sorgt für perfekt frittiertes Fleisch: Das Severin FO 2400 erwies sich mit seinen 800 Watt ebenfalls als zu schwach für einen richtig knusprigen Genuss. Besser machen es die Geräte von Clatronic und Tefal: Hier fallen die Temperaturen nur kurz unter 150 Grad. Den Testsieg feierte letztendlich das Tefal EF3000.10 dank einwandfreier Leistung und weitgehend einfacher Handhabung.

Galerie: 5 Fondue-Sets im Test

Fazit: Fondue-Test

Wer gerne Fleischstücke aufspießt und mit Heißhunger ins Öl taucht, muss sich zwischen Romantik und Effizienz entscheiden: Die Fondue-Sets mit Brennpaste von WMF und Kela sind dank flackernder Flamme unter dem Topf nett anzuschauen. Das ist aber auch ihr einziger Vorteil gegenüber den Elektro-Geräten. Denn das Öl brauchte bei den Pastenmodellen bis zu 53 Minuten, um auf die gewünschte Temperatur zu kommen. Die drei Vertreter mit Stecker bewältigten das in unter 17 Minuten. Auch die Handhabung ist deutlich einfacher, wenn Strom fließt. Tefal ist mit dem EF3000.10 die beste Wahl für Spießer, der Zweitplatzierte Clatronic FD 3516 ist der Tipp für den kleinen Geldbeutel.

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