Mit Scheibenmahlwerk

Die günstige Kaffeemühle EKM 200 von Rommelsbacher im Test

Eine elektrische Kaffeemühle für knapp 64 Euro? Was will die denn können? Fragten wir uns und gaben der Rommelsbacher EKM 200 Power und Bohnen. eKitchen-Autor Gerald Sinschek hat sich die Ergebnisse angesehen und -gehört.

Datum:
Kaffeemühle Rommelsbacher

Bei der elektrischen Kaffeemühle EKM 200 von Rommelsbacher lässt sich sogar die Mahlmenge wählen.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die sehr günstige Maschine mit Scheibenmahlwerk zerkleinert Kaffeebohnen vom Mahlgrad nicht ganz so differenziert, wie man es sich wünschen mag. Klar – Unterschiede zwischen der gröbsten und feinsten Einstellung sind erkennbar, aber nicht so deutlich, wie sie im Idealfall sein könnten. Die EKM 200 von Rommelsbacher lässt sich mit dem mitgelieferten Werkzeug nicht optimal reinigen und macht zudem bei der Arbeit ganz schön viel Lärm. Für nur knapp 64 Euro allerdings geht das Kunststoffgerät als Einsteiger-Variante für Selbstmahl-Anfänger durch.

Pro

  • Mahlmenge vorwählbar
  • Günstiger Preis

Kontra

  • Recht laut
  • Mahlgrade dürften sich deutlicher unterscheiden
  • Einfache Haptik

Rommelsbacher EKM 200

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die elektrische Kaffeemühle EKM 200 von Rommelsbacher kaum von anderen Geräten dieser Gattung. Außer, dass das Gehäuse der 26,5 Zentimeter hohen Kaffeemühle bis auf eine kleine Zierblende mit dem Markennamen vollständig aus Kunststoff gefertigt ist. Aber das ist bei einer UVP von 63,95 Euro verständlich.

Technische Daten der EKM 200 von Rommelsbacher

Mit 110 Watt Leistungsaufnahme ist die Kaffeemühle nicht allzu üppig motorisiert, aber nackte Zahlen alleine sind ja meistens wenig aussagekräftig. Interessanter sind da schon Features wie der mit 45 Klicks justierbare Mahlgrad von Stufe 1 (fein) bis Stufe 9 (grob) mittels eines Drehschalters an der linken Gehäusehälfte. Damit stellt die Mühle zumindest theoretisch für jeden Einsatzzweck von der Siebdruckkanne bis zur Espressomaschine immer den richtigen Mahlgrad zur Verfügung. Direkt über dem Pulverauffangbehälter, der sich mit einem Deckel nahezu komplett verschließen lässt, prangt ein runder Wahlschalter für die Pulvermenge, in dessen Zentrum sich der Ein-/Aus-Schalter befindet. Sehr gut: Diese praktische Möglichkeit zur Voreinstellung der Mahlmenge gibt es selbst bei doppelt so teuren Maschinen (z.B. Graef CM 800) nicht immer! Hier lassen sich Mengen von 2 bis 12 Portionen einstellen.

Galerie: Die günstige Kaffeemühle EKM 200 von Rommelsbacher im Test

Der Behälter fasst 250 Gramm Bohnen und wird mit einem gut dichtenden Deckel verschlossen. In diesem Behälter befindet sich auch der herausnehmbare Mahlstempel, in dessen Griff sich ein kleiner Reinigungspinsel befindet. Das Mahlwerk ist bei Geräten dieser Klasse zumeist als Scheibenmahlwerk ausgeführt. So auch hier: Knapp 4 Zentimeter Durchmesser messen die Plättchen, die über eine Fein- und Grobverzahnung verfügen. Oft lassen sich diese Mahlwerke weniger fein justieren, als ihre Pendants in Kegelform. Wir sind gespannt!
Im Geräteboden lässt sich das mit 120 Zentimeter sehr lange Kabel komplett aufwickeln. Vier Gummifüßchen geben Standfestigkeit.

Mahl- und andere Ergebnisse

Alle 45 Stufen der Mahlgrad-Justierung zu überprüfen, ist ein wenig übertrieben. Außerdem habe ich kein Mikroskop zur Verfügung und die Körnchen auszuzählen dauert zu lange! Also probiere ich drei verschiedene und markante Grade: Auf Stufe 9 mahle ich 50 Gramm Bohnen grob für die Siebdruckkanne. Wie zu erwarten, passt das Ergebnis.
Für die Filtermaschine hätte ich es gerne ein gutes Stück feiner und drehe den Schalter auf Stufe 4,5. Das Ergebnis ist allerdings immer noch recht grob. Da hatte ich etwas anderes erwartet.
Auch in der feinsten Einstellung auf 1 bin ich mit dem Mahlergebnis nicht voll zufrieden. Für den schnellen Wasserdurchlauf in einer Espressomaschine muss das Pulver extrem fein gemahlen sein, damit sich die Oberfläche und damit die Aroma-Abgabe deutlich vergrößert. Das ist hier nicht wirklich der Fall.
Zur Kontrolle nehme ich den Stempel heraus, pinsele das Mahlwerk gründlich sauber (der Pinselstiel ist leider etwas zu kurz, aber das geht bauartbedingt nicht anders) und setze alles wieder zusammen: Die Mahlergebnisse ändern sich nicht.
Beim Mahlen macht die EKM 200 ordentlich Rabatz. Insbesondere dann, wenn sich der Behälter leert und die Maschine quasi im Leerlauf ohne Widerstand rotiert. Das habe ich schon leiser erlebt.

Rommelsbacher EKM 200

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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