Cooler Zwerg

Eiskalter Test: Eis und Sorbet aus der Eismaschine WMF 3in1

Eis, Sorbet oder Frozen Joghurt sind köstlich-süße Nachspeisen. Leider sind die erforderlichen Geräte oft groß und teuer. WMF hat mit der Eismaschine 3in1 aus der Serie Küchenminis ein sehr handliches und bezahlbares Gerät entwickelt.

Datum:
WMF_Kuechenmini_Eismaschine_3in1

Küchenzubehör für den kleinen Haushalt: Die Eismaschien 3in1 aus der Serie Küchenminis von WMF rührt allerlei süße Kaltspeisen.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Gefrierbehälter der Eismaschine 3in1 von WMF ist einerseits so klein, dass er nicht zu viel Platz im Eisfach beansprucht, andererseits groß genug, um vier kleine Portionen Eis, Sorbet oder Frozen Joghurt herzustellen. Die Umwälzung der Zutaten im rotierenden Behälter verläuft so gründlich, dass sehr schmackhafte, homogene und gut gefrorene Produkte entstehen. Die angegebene Gefrierzeit des Behälters sollte man aber peinlich genau einhalten – sonst gibt es lange Gesichter am Tisch. Zudem lässt sich das kleine, handliche Teil gut bedienen und sieht sehr schick aus. Klare Empfehlung für Freunde aller Arten gefrorener Süßspeisen!

Pro

  • Sehr gute Ergebnisse
  • Kompakte Abmessungen
  • Einfache Dedienung
  • Schickes Design

Kontra

  • Etwas lange Gefrierzeit für den Behälter
  • Halterung des Rührarms dürfte etwas robuster sein

WMF Küchenminis Eismaschine 3in1

Eis findet sich in der Hitliste der beliebtesten Süßspeisen ganz weit oben. Und auch die etwas weniger gehaltvollen, engen Verwandten Sorbet oder Frozen Joghurt haben immer mehr Fans. Zu jeder Jahreszeit. Leider sind für sehr gute Ergebnisse oft riesige Semiprofi-Maschinen mit eigener Kühlung erforderlich oder die massigen Gefrierbehälter der passiven Varianten blockieren das Eisfach im Kühlschrank komplett. Eiswürfel für den Cocktail oder eine Tiefkühlpizza haben dann aber vielleicht keinen Platz mehr. WMF hat dieses Dilemma erkannt und mit der Eismaschine 3in1 aus der Serie Küchenminis (UVP 59,95 Euro) ein sehr kompaktes Gerät entwickelt, das immerhin bis zu 300 ml Eis herstellt.

So funktioniert die Eismaschine 3in1 von WMF

Knapp 18 Zentimeter hoch bei einem Durchmesser von 16 Zentimeter rechtfertigen den Seriennamen „Küchenmini“ tatsächlich. Der runde, mit gebürstetem Edelstahl verkleidetet Zylinder macht sich dabei optisch gut. Auf der Vorderseite befindet sich ein kleines Display mit On-/Off-Schalter einer Minutenanzeige bis 30 sowie zwei Plus-/Minus-Tasten zum Einstellen der Betriebsdauer. Ein üppiges Kabel mit 130 Zentimeter Länge treibt den Motor (12V) an, der den Gefrierbehälter im Gehäuse zum Rotieren bringt. Dieser hat etwa die Maße 10,5 x 14,5 cm, was in normalgroßen Gefrierfächern tatsächlich noch Platz übrig lässt. Im Deckel befindet sich eine Einfüll-Öffnung, außerdem ist innen ein Rührarm eingeklickt, der passiv wirkt. Dass heißt, der rotierende Gefrierbehälter dreht sich samt Eismasse um den starren Rührarm, wodurch die Masse möglichst gleichmäßig im eiskalten Behälter bewegt wird. Dieser sollte laut Hersteller vor dem Einsatz für mindestens 24 Stunden im Eisfach stehen. Für den Behälter gibt es einen Deckel und außerdem legt WMF einen Eisportionierer bei.

Galerie: Test: Eis oder Sorbet aus der Eismaschine 3in1 von WMF

Eis, Sorbet und Frozen Joghurt aus der Eismaschine

Drei eiskalte Köstlichkeiten will ich mit der Maschine zubereiten: Ein klassisches Vanilleeis, Sorbet aus Roter Grütze und einen Espresso-Frozen Joghurt.
Als der 24 Stunden lang durchgefrorene Behälter im Gehäuse steckt und der Deckel samt Rührarm aufgesetzt ist, stelle ich den Timer auf 20 Minuten und schalte das Gerät ein. Mit leisem Brummeln dreht sich der Gefrierbehälter im Gehäuse. Durch die Öffnung im Deckel gebe ich für Vanilleeis eine Mischung aus 250 ml Sahne, 2 Eigelb, 2 EL Zucker, dem Mark einer Vanilleschote und für das maximale Volumen etwas Milch. Jetzt heißt es: Warten. Schon nach etwa der halben Zeit wälzt sich eine recht feste Masse durch die Öffnungen im Rührarm, das Prinzip funktioniert also gut. Weitere 10 Minuten später signalisiert ein Piepton das Ende der eingestellten Kühlzeit. Mit dem Portionierer nehme ich das Eis aus dem Gefrierbehälter und mache die Kostprobe: Das Vanilleeis ist recht fest, gerade noch cremig und schmeckt so gut, dass von den 300 ml nichts übrig bleibt. Ein paar Minuten weniger hätten der Konsistenz gut getan aber das sind reine Erfahrungswerte.
Ich reinige den Behälter schnell mit nur lauwarmem Wasser und stelle ihn wieder in das Gefrierfach. Sechs Stunden später sollte es wieder kalt genug sein. Dann mische ich 100 ml gekühlten und sehr starken Espresso mit 150 ml Joghurt (10% Fettanteil), 50 ml Milch und 2 EL Zucker. Behälter einsetzen, Timer auf 20 Minuten, Maschine an, Flüssigkeit rein. Doch nach Ablauf der Zeit ist die Mischung zwar sehr gut gekühlt aber nicht auch nur angefroren. Offensichtlich hat die Zeit im Eisfach doch nicht ausgereicht, um die spezielle Flüssigkeit im Inneren vollständig auf die erforderlichen -18°C zu bringen. Ein erneuter Versuch mit identischen Zutaten am nächsten Tag bringt das erwartete Ergebnis: Sieht gut aus, schmeckt gut!
Am dritten und letzten Tag der Versuchsreihe hebe ich zwei geschlagene Eiklar unter 150 ml Rote Grütze (Fertigprodukt), stelle den Timer auf 15 Minuten und gebe die Masse durch die Deckelöffnung in den Gefrierbehälter. Längst nicht alles passt hinein, ein Eiklar hätte genügt. Das Ergebnis nach der Viertelstunde ist wieder sehr gut. Und schmeckt mit etwas geschlagener Sahne noch besser …

WMF Küchenminis Eismaschine 3in1

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.