Eis selber machen

Im Test: Die Krups Venise G VS2 41 Eismaschine

Wenn Sie Eis lieben und das auch noch selbst herstellen wollen, kommen Sie an einer Eismaschine nicht vorbei. eKitchen hat die Krups Venise G VS2 41 getestet.

Datum:
krupsvenisegvs241

Für den eKitchen Test in vollem Einsatz: Die Krups Venise G VS2 41 Eismaschine.

Keiner isst Eis gerne mit Frust im Magen und beim Zubereiten sollten nur die Zutaten frösteln, nicht aber die gute Sommerlaune. Nun, wie lässt sich das verhindern? Mit einer Eismaschine – ohne die ist die Eiszubereitung nämlich zeitaufwändig und alles andere als eine Freude. Ein günstiges Einsteigermodell bietet Krups an. eKitchen-Tester Philipp Weber hat sich die Eismaschine Venise G VS2 41 geschnappt und Eis bis zum Umfallen hergestellt.

Krups Venise G VS2 41: der erste Eindruck

Ich liebe es, wenn Küchengeräte clever und günstig sind. Mit einem UVP von 109.99 Euro gehört die Krups Venise G VS2 41 zwar nicht zu den allergünstigsten Eismaschinen, trotzdem liegt sie preislich deutlich unter den Semiprofigeräten beispielsweise von Unold. Der Grund liegt in ihrer Bauweise: Es gibt Eismaschinen mit und ohne eignen Kompressor, also einer eigenständigen Kühlfunktion. Die Krups-Maschine hat keinen eigenen Kompressor – und das schlägt sich im Preis wider. Na hoffentlich klappt es trotzdem mit meinem Lieblingseis.

Nicht ohne externe Kühlung
krupsvenisegvs241

Positiv: Die Krups Veniseg vs 24 1 nimmt wenig Platz ein.

Wer die Krups-Maschine nutzen möchte, benötigt also eine externe Kühlquelle: beispielsweise eine Kühltruhe oder das Gefrierfach des Kühlschranks. Ohne das funktioniert die Maschine aufgrund ihrer Bauweise nicht.
Die Maschine besteht aus einer doppelwandigen Schüssel, in dessen Wand sich eine Kühlflüssigkeit befindet. Der kleine Elektromotor treibt einen Rührhaken an. Denn das ist das Prinzip der Eiszubereitung: Während des Gefrierprozesses muss die Eismasse stetig verrührt werden, damit sich keine Eiskristalle bilden, sondern cremiges Milcheis.
Ich verstaue den Behälter in meinen Gefrierfach, der auf den Zentimeter passt – aber nur, wenn ich den Motorblock abnehme. Dank Standardhöhe wird hier der Eisgenuss also nicht schon vor dem Kühlschrank gestoppt. Pluspunkt! Minuspunkt: Man muss nun warten, warten und warten. Je nach Kälte des Faches oder der Gefriertruhe mindestens einen halben Tag, bis die Kühlflüssigkeit vollständig gefroren ist. Erst danach kann ich mit der Eiszubereitung beginnen. Klarer Nachteil gegenüber teuren Maschinen, die die Kühlung selbst übernehmen.

Die Eiszubereitung in der Krups Venise G VS2 41

Für meinen Test bereite ich Klassiker zu: zunächst ein Erdbeereis. Das Rezept finden Sie übrigens hier. Ich will ehrlich sein: Mein erster Versuch in der Krups Venise G VS2 41 ist voll in die Hose gegangen. Der Grund: sowohl Der Kühlbehälter als auch die Eismasse waren nicht kalt genug.
krupsvenisegvs241

Wurde die Eismasse vorher nicht gekühlt, könnte die Eisproduktion zu einem Problem werden.

Die Zubereitung einer Eismasse ist freilich kein Hexenwerk, dennoch erfordert sich ein wenig Geschick. Und nun kommt die Maschine hinzu, für die man auch ein Gefühl entwickeln muss: Wie kalt muss die Eismasse sein? Wie schnell kann ich sie in den Behälter gießen? Alles Gefühlssache! Hier zeigt sich dann doch der Unterschied zu teureren Geräten, bei denen das Motto gilt: Eismasse hinzugeben, fertiges Eis erhalten. Bei der Krups ist das anders: Da kann es schon mal vorkommen, dass die ersten Versuche nichts werden.

Das Eis-Ergebnis

Zwei Schwierigkeiten konnte ich bei meinen Tests feststellen: Will ich das Eis direkt nach der Zubereitung essen, muss die Eismasse vorher im Kühlschrank gekühlt werden, sodass sie in der Eismaschine nur noch einige Grad Abkühlung zu erledigen hat. Habe ich hier aber ein gutes Zeitgefühl entwickelt, wird das Ergebnis wirklich gut.
Will ich dagegen das Eis später essen, muss ich es einfrieren – im Gefrierfach, das mit etwa Minus 20 Grad in der Regel zu kalt für Speiseeis ist. Die Folge: Mein selbst gemachtes Eis wird steinhart, auch wenn man am Eigelb-Sahne-Zucker-Verhältnis der Eismasse schraubt, verliert es an Cremigkeit.

Fazit

Die größte Schwäche der Maschine ist der Faktor Zeit. Da muss man die Rührschüssel ins Gefrierfach stellen. Und wenn man die Eismasse – egal welche Sorte – nicht im Kühlschrank vorkühlt, wird daraus kein Eis. Stattdessen rührt der Haken Runde um Runde in einer Eismassensuppe umher – ohne dass ein Gefrierprozess einsetzt. Friere ich das Eis dagegen ein, verliere ich viel vom Selbst-Gemacht-Flair. So wird aus einem schnellen Eis eine Zeit- und Vorbereitungsodysse, die zu Frust führen kann. Wer nun genug Geduld aufbringt, der wird mit dem Einsteigermodell unter den Eismaschinen, der Krups Venise G VS2 41, voll und ganz zufrieden sein. Wer diese Geduld nicht aufbringen kann und eine Maschine sucht, mit der man „spontan ein Eis” zubereiten kann, wird mit dieser Maschine nicht glücklich werden.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.