Eis selbst machen

Eismaschine: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Warum Sie eine Eismaschine kaufen sollten? Ganz einfach: Jeder liebt Eis. Die Rezepte, um Eis selbst zu machen, sind denkbar einfach. Schwieriger wird die Auswahl der richtigen Maschine. eKitchen hilft Ihnen bei der Entscheidung.

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Eis servieren

Selbst hergestelltes Eis aus einer Eismaschine: stets ein Genuss.

Wenn Sie alle Ratschläge in diesem Artikel befolgen, lieben Ihre Freunde Sie in den kommenden Sommermonaten ganz besonders. Versprochen! Bringt die Sonne uns im Garten oder auf dem Balkon ins Schwitzen, gibt's nicht Schöneres als ein kühlendes Eis.
Doch Speiseeis selber machen, kann kaum jemand. Warum eigentlich? Wie wäre es mit Eis aus eigener Herstellung – ganz einfach zubereitet in einer Eismaschine. Wir geben Ihnen Tipps, was Sie beim Kauf beachten sollten.

Vorteile einer Eismaschine

Beginnen wir die coole Fragestunde. Warum brauche ich eigentlich eine Eismaschine, wenn ich doch ein Eisfach oder eine Kühltruhe habe? Würden Sie die Zutaten für ein Speiseeis lediglich vermengen und gefrieren, erreichten sie nie die fluffige Konsistenz, die ein gutes Eis haben muss. Die Zutaten würden kristallisieren.
Rührwerk Eismaschine

Damit das Eis luftig wird, muss es während des Gefrierens immer in Bewegung sein.

Für feines Eis müssen die Zutaten während des kompletten Gefrierprozesses in Bewegung sein: eine Aufgabe für die Rührmechanik Ihrer künftigen Eismaschine.
Stichwort Zutaten: Was kommt eigentlich ins Eis? Gibt es da ein Geheimrezept aus Italien? Keine Sorge! Sie bestimmen selbst, was reinkommt. Das ist insbesondere dann interessant, wenn Sie an Allergien leiden oder wegen einer Laktoseintoleranz auf Milcheis verzichten müssten. Rezepte gibt es mittlerweile zur Genüge. Das Grundrezept besteht ohnehin meist lediglich aus Sahne, Zucker und Früchten.
Und macht das Ganze auch Spaß? Und wie! Es gibt wohl kaum eine Speise, die so sehr mit Sommer und Genuss verknüpft ist wie ein leckeres Eis. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie haben das auch noch selbst gemacht. Übrigens: Wenn Sie danach in Ihren Geldbeutel blicken, wächst Ihre Freude noch. Eis ist teuer geworden. Oft kostet die Kugel Eis in der Eisdiele mehr als einen Euro. Da kann sich eine Eismaschine schon innerhalb von ein bis zwei Sommern rechnen.

Galerie: Fünf beliebte Eismaschinen

Arten von Eismaschinen

Um die Eismasse kalt und dabei ständig in Bewegung zu halten, gibt es verschiedene Mechanismen. Früher haben die Eismacher die Masse per Hand gerührt.
Krups G VS2 41 Eismaschine Venise

Die Krups-Eismaschine G VS2 41 muss für einige Stunden in das Gefrierfach, bevor sich mit ihr Eis zubereiten lässt.

Das funktioniert heute genauso wie damals und einige schwören darauf – aber Hand aufs Herz: Wer hat dazu schon Lust, wenn es die bequeme elektrische Alternative gibt? Für den Hausgebrauch bieten die Hersteller zwei Arten von Speiseeisbereitern an: Maschinen mit eigenem Kompressor und Maschinen ohne.

Maschinen ohne eigenen Kompressor

Diese Geräte können nicht selbst kühlen. Meistens bestehen sie aus Rühreinheit und doppelwandigem Behälter. In Letzterem befindet sich eine Kühlflüssigkeit. Zur Eisherstellung stellen Sie den Behälter ins Kühlfach und lassen ihn dort je nach Gerät zwischen 8 und 24 Stunden gefrieren. Auch die Zutaten müssen häufig angefroren sein.
Nachteil solcher Maschinen: Wenn der Behälter nicht dauerhaft ins Eisfach passt, lässt sich aufgrund der Gefrierphase nicht spontan Eis zubereiten. Dafür sind diese Maschinen – bei gleicher Eismenge wie die Maschinen mit Kompressor – meist kleiner und handlicher sowie preisgünstiger.
Praxistipp: Sie besitzen bereits eine Küchenmaschine? Häufig gibt es für diese Geräte als Zubehör einen speziellen Eisaufsatz, mit dem Sie genau nach diesem Prinzip Eis zubereiten können.
Unold 48806 Eismaschine Cortina

Die Unold 48806 Eismaschine Cortina hat einen eigenen Kompressor. Mit dieser Maschine lässt sich schon fast eine eigene Eisdiele eröffnen.

Maschinen mit eigenem Kompressor

Das sind Geräte, die nah an Profigeräte aus der Eisdiele herankommen. Dank Kompressor benötigen Sie bei diesem Gerät keine weiteren Hilfsmittel zur Eisherstellung – und es geht verdammt flott. Sie kühlen vollautomatisch, und nach etwa einer halben Stunde können Sie mit seinem selbst hergestellten Eis rechnen. Konsistenz und Geschmack sind absolut vergleichbar mit jedem Eis aus einer Eisdiele.
Nachteil: Speiseeisbereiter mit Kompressor sind groß (Mikrowellengröße), laut (bis zu 70 dB), teuer (ab ca. 150 Euro) und verbrauchen vergleichsweise viel Strom (ca. 150 Watt). Kurz: Wer gutes Eis haben will, muss ein wenig leiden.

Darauf müssen Sie beim Kauf einer Eismaschine achten

Wir haben für Sie einige sehr beliebte Eismaschinen zusammengestellt.
Welche für Sie am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa wie groß Ihr Eisfach ist und wie viel Eis Sie zubereiten möchten. Diese Checkliste sollten Sie vor dem Kauf durchgehen:
  • Art der Maschine: Sind Sie Eisjunkie mit viel Platz in der Küche? Dann lohnt sich möglicherweise der Kauf einer Maschine mit eigenem Kompressor. Wollen Sie die Eiszubereitung erst mal ausprobieren, reicht eine günstigere Maschine ohne eigenes Kühlaggregat.
  • Motorleistung: Der Rührmechanismus muss kräftig genug sein, um die Eismasse auch im gefrorenen Zustand zu lockern. Maschinen mit Kompressor haben hier meist keine Probleme, da ihr Aufbau nah an den von Profimaschinen heranreicht.
  • Lautstärke: Kompressoren sind laut. Wenn Sie das stört, sollten Sie besser auf eine Maschine ohne Kompressor setzen.
  • Einfache Bedienung: Nichts ist schlimmer als eine komplizierte Bedienung, die einem den Spaß an der Zubereitung verdirbt. Eigentlich sollte die Eiszubereitung mit ganz wenigen Handgriffen vonstatten gehen.
  • Dauer der Eiszubereitung: Die kann je nach Maschine zwischen einer halben Stunde und einem Tag variieren. Geräte mit Kompressor bereiten Eis in wenigen Minuten zu. Maschinen ohne Kompressor benötigen in aller Regel mindestens 8 Stunden zur Zubereitung.
  • Menge: Für ein bis zwei Personen reichen Maschinen mit einem Fassungsvermögen von 0,6 Litern. Für Familien sollten es 1,5 bis 2,0 Liter sein.
  • Preis: Maschinen mit Kompressor sind deutlich teurer als Maschinen ohne. Für Maschinen mit Kompressor müssen Sie einen niedrigen dreistelligen Betrag hinblättern. Maschinen ohne Kompressor gibt es für deutlich unter hundert Euro.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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