Wo ist es am teuersten?

So leckt Deutschland: Die große Eiskarte

Sommer ist Eiszeit. Wir verraten, welche Eissorten am beliebtesten sind und in welchen Städten Sie am tiefsten in die Tasche greifen müssen. Hier kommt die Eiskarte!

Datum:
Junge isst Eis

Eisessen wird immer teurer.

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als eine Kugel Eis 30 Pfennig kostete? Wir auch nicht. Heute berappeln in der Sonne brutzelnde Deutsche über 1,50 Euro, um von den erfrischend süßen Eiskreationen zu naschen. Um herauszufinden, wo die Preise noch erschwinglich und welche Sorten am beliebtesten sind, hat das Verbraucherportal Sparwelt.de stichprobenartig nachgeforscht: In 45 Eisdielen in 15 Städten der Bundesrepublik wurde der Test gemacht – und die Kostenunterschiede sind frappierend. Je nach Lage zahlt man teilweise mehr als 50 % zusätzlich pro Kugel. Die Kugelpreise sehen Sie in der Übersicht:
Eis-Index

Im Süden ist Eisessen teurer

Wer günstiges Eis essen möchte, ist in Bremen gut aufgehoben. Die Bewohner und Gäste der kleinen Hansestadt bezahlen meist nicht einmal einen Euro – 97 Cent ist der Durchschnittspreis. Damit ist die Stadt in guter, norddeutscher Gesellschaft: In Kiel und Hannover liegen die Preis nur wenige Cent darüber. Aber auch etwas weiter südlich sind die Preise gut: Düsseldorf und Dresden machen eine Punktlandung auf der Ein-Euro-Marke, Leipzig liegt bei 1,10 € pro Kugel. So richtig teuer wird es noch weiter südlich: Wer in Frankfurt (1,43 €) oder Stuttgart (1,47 €) Eis essen möchte, muss deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen. Negativer Spitzenreiter: München. 1,53 € sind hier pro Kugel im Durchschnitt fällig. Zum Vergleich: Wer sich in der bayrischen Landeshauptstzadt zwei Kugeln Eis gönnt, würde in Bremen, Dresden oder Düsseldorf für das gleiche Geld eine zusätzliche Kugel bekommen. Insgesamt fällt auf, dass mit der Größe der Stadt oft auch der Preis steigt: Auch Hamburg, Nürnberg oder Köln bieten mit jeweils 1,27 € nicht die günstigsten Preise an. Wer das nicht bezahlen will, macht sich einfach eine leckere Nicecream – oder investiert in eine Eismaschine. So entwickeln Sie gesunde Eisvariationen, die man auch gern zum Frühstück isst.

Galerie: Fünf beliebte Eismaschinen

Wie entstehen diese Preisunterschiede?

Skandal? Schließlich sind die Lebensmittelkosten deutschlandweit vergleichbar. Eigentlich dürften sich die Kugel preislich also kaum unterschreiden. So einfach geht die Rechnung aber leider nicht auf. Schließlich müssen auch Eisdielenbetreiber Miete, Stromkosten und ihre Mitarbeiter bezahlen. Wer sich mit dem Immobilienmarkt in deutschen Großstädten auskennt, sollte nicht überrascht sein, dass sich die horrenden Mietpreise in Innenstädten auch auf die Eiskreationen der lokalen Eisdielen auswirkt.

Was kommt in die Waffel?

In den Untersuchungen stand auch auf dem Prüfstand, welche Sorten am beliebtesten sind. Das Ergebnis: ziemlich unspektakulär. Die fünf bestverkauften Eisvariationen sind genau die klassischen Sorten, die es – offenbar nicht ohne Grund – in jeder Eisdiele gibt.
  1. Vanille
  2. Schokolade
  3. Mango
  4. Stracciatella
  5. Erdbeere
Dabei ist die Auswahl so groß: Jede dritte Eisdiele des Vergleichs bietet täglich mehr als 24 Sorten an. Und auch Veganer haben Grund zur Freude: Etwa 9 von 10 Läden bieten auch milchfreie Kreationen an. Klar, die Konkurrenz ist groß. Um mitzuhalten, müssen Alleinstellungsmerkmale her. In den Eismaschinen der Nation entstehen deshalb immer verrücktere und spannendere Zusammenstellungen. Welches würden Sie bestellen?
Skurille Sorten

Erik J. Schulze

von

Fast Food und gesunde Ernährung sind nicht miteinander vereinbar? Mit etwas Kreativität und den richtigen Gadgets können auch Freunde der schnellen Küche mit einem guten Gefühl im Bauch zuschlagen.