Voll vernetzt

Der Dampfdrucktopf Krups Cook4Me+ connect im Test

Zeit ist Geld und vielen fehlt die Muße stundenlang mit dem Löffel in der Hand am Kochtopf zu stehen. In wenigen Minuten will der elektrische Dampfdrucktopf Krups Cook4Me+ connect mit Bluetoothanbindung schmackhafte Speisen garen. Gelingt ihm das wirklich?

Datum:
Cook4Me Dampfdrucktopf

Mit Dampf und Druck: Der Krups Cook4Me+ connect bereitet Speisen in kürzester Zeit zu.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Wer in der Küche Zeit sparen und sichere Ergebnisse erzielen möchte, ist mit dem Krups Cook4Me+ connect gut bedient. Das Gerät ist einfach zu steuern und bietet mit der Konnektivität ins Netz via Bluetooth und Tablet oder Smartphone sehr viele Rezeptideen. Die Software ist klar und übersichtlich aufgebaut, hier funktioniert alles nahezu intuitiv. Auch gefällt uns das hohe nutzbare Volumen des Topfes gut: So lassen sich große Portionen und Vorräte zubereiten. Während die Garzeiten im Kochbuch oder im Gerätemenü in unseren Tests gut abgestimmt waren, passten die Angaben zur Vorbereitungszeit nicht immer. Hier sollte der Hersteller realistischere Angaben zu unterschiedlichen Portionsgrößen machen.

Pro

  • Schnelle Garzeit
  • Intuitives Handling
  • Große Rezeptauswahl intern und erweiterbar durch App
  • Einfach zu reinigen

Kontra

  • Vor- bzw. Zubereitungszeiten nicht angepasst
  • Etwas wackeliger Hauptnavigationsknopf

Krups Cook4Me+ connect

Schnell mal Boef Bourguignon weich schmoren oder eine Kartoffel-Lauch-Suppe köcheln geht auf klassische Art und Weise einfach nicht. Auf dem Kochfeld im gewöhnlichen Topf braucht das Zeit. Wenn die fehlt, weil noch tausend andere Dinge zu tun sind oder hungrige Mäuler ungeduldig warten, hilft die Dampfdruckmethode. Der Krups Cook4Me+ connect (UVP 399,99 Euro) beherrscht dieses Highspeed-Kochen.

So ist der Krups Cook4Me+ connect aufgebaut

Der schwarze Topf mit spiegelndem Plastikchrom auf dem Deckel ist zwar ein recht großes Gerät, aber mit einem Gewicht von gut sechs Kilogramm und den Abmessungen 37,5 x 35,4 x 35,6 Zentimeter nicht zu klobig. Immerhin fasst der antihaftbeschichtete und zur Reinigung herausnehmbare Topf satte vier Liter. Das genügt für acht volle Suppenteller. Im Deckel befindet sich die Verriegelungsmechanik und der ebenfalls herausnehmbare Metalleinsatz samt Gummidichtung und den Dampfventilen. Im Gegensatz zu klassischen Dampfdrucktöpfen, bei denen man immer das Ventil im Auge behalten und gegebenenfalls die Temperatur regulieren muss, läuft hier alles vollautomatisch und sicher ab. Außerdem liegt ein Dampfkorb zum Dünsten bei. Mit bis zu 1.400 Watt heizt und kocht der Elektrodampfgarer, das 90 Zentimeter lange Stromkabel dürfte jedoch etwas länger sein.
Cook4Me Technik

Der Krups Cook4Me+ connect: Gut zu reinigendes Zubehör, ein einfaches Handling und ein aufgeräumtes Menü machen ihn aus.

An der Vorderseite des Gerätes sind unter einem Farbdisplay die übersichtlichen Bedienelemente angeordnet: Ein Knopf für „Zurück“ und der Hauptnavigationsknopf mit Dreh- und Drückfunktion genügen für die Bedienung. Nachdem die Sprache über das Zahnradicon (Einstellungen) gewählt ist, stehen im Menü vier Modi zur Verfügung:
  • „Zutaten“ – Hier kocht der Apparat automatisch nach Auswahl der Produkte und manueller Mengeneingabe.
  • „Rezepte“ – Hier stehen im Gerät 150 Vorschläge zur Verfügung, die sich via Bluetooth (ab 4.0) und der Cook4Me-App (erhältlich für Smartphone oder Tablet ab IOS 9.0 und Android 4.4) um mindestens 150 ergänzen lassen. Die Menge der Onlinerezepte soll permanent erweitert werden.
  • „Manuell“ – Hier lassen sich Funktionen wie Dampfdruckgaren, klassisches Garen (braten, schmoren etc.), Aufwärmen und Warmhalten auswählen.
  • „Bibliotheken“ – Hier finden sich heruntergeladene Rezepte im Cook4Me.
Bei der Auswahl des Menüpunktes „Rezepte“ zeigt sich die Gliederung in Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Apropos Boef Bourguignon: Wir beginnen unseren Test mit diesem Schmorgericht aus Rindfleisch, Champignons, Speck, Zwiebeln und Möhren sowie Rotwein, Fond und einem Bouquet garni, also einem frischen Kräuterbund nach Gusto. Passend sind hier etwa Salbei, Rosmarin, Petersilie, Thymian und Lorbeer.

Krups Cook4Me+ connect: Der Kochtest

Cook4Me Eintopf

Der französiche Rindfleischeintopf Boef Bourguignon schmeckt sehr gut, allerdings dauert die Vorbereitungszeit bei großen Portionen deutlich länger als angegeben.

Wenn schon, denn schon: Einen Eintopf koche ich nie für nur zwei Portionen. Erstens schmecken die meisten Eintöpfe aufgewärmt ein bis zwei Tage nach der Herstellung ohnehin besser, zweitens friere ich immer mindestens einige Portionen ein. In den Menüeinstellungen für Boef Bourguignon wähle ich also „6 Personen“. Im umfangreichen und gut aufgebauten Kochbuch, das zum Lieferumfang gehört, wird eine Vorbereitungszeit von 10 Minuten angegeben. So schnell sollen immerhin ein Kilogramm Rindfleisch, 100 Gramm Speck, 200 Gramm Zwiebeln, drei Karotten und 400 Gramm Pilze gleichzeitig anbraten? Da habe ich meine Zweifel. Fast zwei Kilogramm Zutaten müssen auf jeden Fall portionsweise angebraten werden, sonst wird das erfahrungsgemäß nichts. Damit Fleisch, Speck, Zwiebeln und Pilze Röstaromen entwickeln und nicht nur im eigenen Sud auskochen, sind hier eher vier Bratdurchgänge erforderlich. Schritt für Schritt führt mich das Gerät durch die Zubereitung: Aufheizen, Öl einfüllen, Anbraten, Flüssigkeit und Kräuter zugeben, Garvorgang starten. Nach vier Durchgängen zum Anbraten (à ca. 8 Minuten, also 32 Minuten anstatt der angegebenen 10 Minuten) folge ich den Anweisungen … und tauche nach 35 Minuten den Kochlöffel in einen zarten, schmackhaften Rindfleischeintopf! Das Ende der Garzeit und der Druckabbau im Topf werden dabei mit einer Balkenanzeige und akustischem Signal verdeutlicht.
Cook4Me Dessert

Äpfel, wohin das Auge blickt: Das Kompott mit Sahne-Ei-Creme gelingt schnell und schmackhaft.

Der heiße Sommer hat die Apfelbäume zu mächtigen Erträgen animiert. Kaum eine Woche vergeht, in der man nicht Apfelkuchen, Apfelmus und Kompott zubereitet. Das Rezeptbuch schlägt in der Rubrik Dessert eine Creme aus Sahne und Ei mit Apfelkompott vor. Das habe ich, mit Rosinen und Rum verfeinert, reichlich da. Das besondere an diesem Rezept ist das Garen auf dem mitgelieferten Dampfkorb, unter dem nur wenig Wasser kocht. Schnell sind die Zutaten in die Förmchen geschichtet und in den Korb gestellt. Jetzt probiere ich die Kopplung mit dem Tablet aus, nachdem ich mir dort die kostenlose App geladen habe. Sowohl am Tablet als auch am Cook4Me schalte ich Bluetooth ein und starte das Rezept am Tablet. Die einzelnen Schritte müssen jeweils am Dampfgarer bestätigt werden, starten lässt sich Garvorgang also vom Tablet oder Smartphone aus Sicherheitsgründen nicht. Nach 15 Minuten im Dampf ist die Masse schön gestockt. Schmeckt lauwarm oder später aus dem Kühlschrank sehr gut!
Fehlt noch die Vorspeise: Eine Kartoffel-Lauch-Suppe mit Knoblauch und Rosmarin klingt gut.
Cook4Me Suppe

Auch Suppe kann der Apparat: Verfeinert mit saurer Sahne und gerösteten Mandelblättern schmeckt die Kartoffel-Lauchsuppe doppelt gut.

Die Zutaten sind zügig vorbereitet und nachdem ich den Lauch kurz angebraten habe, gebe ich die restlichen Zutaten in den Topf. Der Deckel ist schnell und sicher verriegelt und nur sechs Minuten später piept der Cook4Me sein „fertig!“-Signal. Jetzt noch den Pürierstab kurz eingetaucht und bis zur gewünschten Konsistenz gemixt – sehr gut!

Krups Cook4Me+ connect

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.