Einfach hauchzarte Crêpes machen?

Severin Crêpe maker CM 2198 im Test: Übung macht den Meister

Der Crêpe als feiner Bruder der gemeinen Eierpfannkuchens lässt sich auch jenseits von Frankreich oder dem Straßenfest um die Ecke genießen: Mit dem Crêpe maker CM 2198 von Severin in den heimischen vier Wänden! eKitchen hat die heiße Platte getestet.

Datum:
Severin Crêpe maker mit Deko

Bis der Crêpe vom Severin CM 2198 so aussieht, ist etwas Übung erforderlich. Der richtige Dreh im Handgelenk beim Verteilen des Teiges klappt nicht auf Anhieb.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Crêpe Maker CM 2198 von Severin ist ein ordentliches Gerät, das sich gut handhaben und fein justieren lässt. Die beschichtete Platte tut ihren Dienst im Neuzustand einwandfrei. Nichts backt gnadenlos an, der Crêpe lässt sich einfach wenden. Auch sind Spatel und Wender gut geformt, wenngleich der Spatel etwas länger sein dürfte und dem Wender eine dünnere Kante nicht schaden würde.

Pro

  • Platte heizt gleichmäßig
  • Gute Bedienbarkeit mit Schalter und Kontrolleuchten
  • Anprechende Ergebnisse

Kontra

  • Etwas wackeliger Temperatur-Schieberegler
  • Wender könnte dünnere Kanten haben

Severin Crêpe maker CM 2198

Eierpfannkuchen an sich sind schon eine Köstlichkeit: Oder wer kann den Teilen etwa mit knusprig eingebackenem Bacon, feinen Apfelspalten oder einem guten Schuss Ahornsirup widerstehen? Die (gehaltvolle) Steigerung sind aber zweifelsfrei hauchzarte Crêpes in süßer oder pikanter Variation. Lassen die sich mit etwas Übung und dem Crêpes maker CM 2198 von Severin (UVP 49,99 Euro) in der eigenen Küche zubereiten? Das zeigt der Test.

So sieht der Crêpes maker 2198 von Severin aus

Das Teil besteht aus einer antihaft-beschichteten Crêpespfanne mit kleinem Rand, die etwa 30 Zentimeter Durchmesser aufweist. Unter der Platte liefert ein Heizelement stufenlos regulierbare Wärme (von 1 bis 6) mit bis zu 1.000 Watt. Im Bedienelement auf der Vorderseite finden sich neben dem Schieberegler (etwas viel Spiel!) ein rot beleuchteter On-/Off-Schalter sowie eine rote Betriebskontrollleuchte und eine grüne Bereitschaftsanzeige, die das Erreichen der vorgewählten Temperatur signalisiert. Das mit etwa 80 Zentimetern Länge nicht zu üppig bemessene Stromkabel lässt sich platzsparend in der Geräteunterseite aufwickeln. Als Zubehör liegen außerdem ein t-förmiger Teigspatel zum Verteilen des Teiges sowie ein Crêpeswender – beide aus Holz – bei.

Galerie: Severin Crêpe maker CM 2198 im Test

Erster Backversuch mit dem CM 2198

Der Teig unterscheidet sich deutlich vom Eierkuchen-Bruder: Zu 250 Gramm Mehl kommen laut Rezept in der Bedienungsanleitung 4 Eier, 500 ml Milch, ½ Teelöffel Salz, 1 Esslöffel Vanillezucker, etwas Rum-Aroma und 50 Gramm geschmolzene Butter. So entsteht ein dünnflüssiger Teig, der sich schnell auf der heißen Platte verteilen lässt (theoretisch!) und dank der Butter nicht ansetzt.
Nachdem der Teig ein paar Minuten gequollen ist, schalte ich das Gerät ein und schiebe den Regler auf Stufe 4. Wenig später leuchtet das grüne Lämpchen, ich gebe eine mittelgroße Kelle Teig in das Zentrum der Platte und Versuche, den Spatel mit elegantem Schwung durch den Teig zu zirkeln um die Platte vollständig zu bedecken. Das gelingt leider gar nicht auf Anhieb. Die Teigmenge war offensichtlich zu gering bemessen und der Spatelschwung nicht schnell und umfassend genug: Auf der heißen Platte liegt ein armseliger, unregelmäßig geformter und dicker Klecks Teig mit zu dunklen Rändern.

2. Versuch mit dem Severin CM 2198

Ich dimme die Hitze auf etwa Stufe 3,5 und wähle eine größere Kelle aus der Schublade. Das ist besser als zweimal mit einer zu kleinen zu hantieren, da hierbei die Bräunung der ersten Rutsche Teig zu schnell einsetzen würde. Bei „grün“ versuche ich es erneut: Teig auf der Platte verteilen, Spatel zücken und schnelle Runden drehen. Jetzt klappt es schon besser aber so gleichmäßig wie in der Profi-Crêpesbude sieht es noch lange nicht aus. Außerdem dürfte der Spatel für meinen Geschmack einen etwas längeren Stiel haben. Egal. Wenden lässt sich der Crêpe mit dem Holzgerät gut, das Ergebnis ist ansehnlich und schmeckt richtig lecker. Aber bis die Crêpes hauchdünn sind, vergehen wohl noch viele Backversuche. Und auf die freue ich mich schon!

Severin Crêpe maker CM 2198

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.