Backautomat für Kuchenlollis

Bestron DCM12: Cake-Pop-Maker für Süßes mit Stiel

Ein spezielles Gerät für spezielle Naschereien: Ob mit dem Cake-Pop-Maker Bestron DCM12 Kuchenlollis besser gelingen als in Handarbeit? Ein Selbstversuch.

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Bestron DCM12

Im Inneren des Bestron DCM12 entstehen die leckeren Kuchenbällchen.

Aus Kuchenteig leckere Lollipops zu formen, ist der letzte Schrei. Das Ergebnis nennt sich Cake Pops: kreativ dekorierte Kugeln aus Kuchenteig am Stiel. Die Hersteller von Küchengeräten haben diesen Trend erkannt und drängen mit speziellen Backautomaten auf den Markt. Ein beliebtes Gerät ist der Bestron DCM12 aus den Niederlanden, mit dem sich viele Kuchenpralinen in kurzer Zeit herstellen lassen sollen. Ob er hält, was er verspricht, habe ich getestet.

Zwölf Cake Pops in zehn Minuten

Der Bestron soll innerhalb von zehn Minuten auf zwölf Cake Pops kommen. Äußerlich erinnert mich das Gerät an ein Waffeleisen. Das Innere sieht etwas anders aus: Runde Auslassungen bringen den Teig in Kugelform. Dahinter sorgen 700-Watt-Heizspulen für die nötige Hitze.

Der erste Eindruck

Gut gefällt mir, dass Bestron seinem Cake-Pop-Maker drei wichtige Zubehörteile beilegt: eine Handvoll Stiele, einen sehr feinen zweizackigen Spieß, mit dem man die zerbrechlichen Kugeln leichter aufnehmen kann, und eine Steckform, auf der sich die fertigen Cake Pops aufstellen lassen. Die ist besonders nützlich, denn Cake Pops voller Glasur darf man nicht hinlegen.
Weniger schön ist die schlechte Verarbeitung des Geräts, der Klappmechanismus wackelt. Ein weiterer Minuspunkt fällt auf, als ich den Cake-Pop-Maker einschalte: Der chemische Geruch, den ich bereits beim Auspacken des Geräts bemerkt habe, beißt jetzt geradezu in der Nase. Immerhin: In die Kuchenpralinen geht er nicht über. Und er lässt nach mehrmaliger Benutzung nach.
Bestron Cake Pop Maker

Die Hitzeverteilung im Gerät ist leider nicht optimal.

So backt man mit dem Bestron Cake-Pop-Maker

Zunächst muss ich ein Gefühl dafür bekommen, wie viel Teig ich in die einzelnen Kugelformen geben muss. Ist es zu wenig, entstehen Eier, keine Kugeln. Bei zu viel Teig quillt er über und verbrennt in den Zwischenräumen. Als Richtwert merke ich mir, die Formen etwa zur Hälfte zu füllen. Nach dem Aufheizen des Cake-Pop-Makers dauert es circa sechs Minuten, bis die Kuchenlollis von einer Seite gut gebräunt sind. Dann wende ich sie mit dem Spieß, um sie für weitere vier Minuten zu backen. Das Modell von Bestron verteilt die Hitze leider nicht gleichmäßig genug, um ohne Wenden ein perfektes Ergebnis zu erzielen.

Geringe Kosten, aber auch nur geringer Mehrwert

Der Cake-Pop-Maker DCM12 von Bestron ist kein High-End-Gerät – im Gegenteil. Es ist ein simpler kleiner Küchenhelfer, der trotz einiger Mängel (Geruch und ungleichmäßige Hitzeverteilung) seinen Dienst verrichtet. Die Anschaffung des 40 Euro (UVP) teuren Modells lohnt sich allerdings nur für echte Kuchenliebhaber, die Cake Pops en masse produzieren möchten. Wenn Sie auch mal Cupcakes oder Muffins zubereiten wollen, greifen Sie lieber zu multifunktionalen Geräten mit austauschbaren Backformen. Sollten Sie die Kuchenlollis erst mal ausprobieren wollen, sind Sie mit einer Cake-Pop-Silikonform für den Backofen besser bedient. Die ist günstiger, nimmt weniger Platz ein und liefert ein ähnlich gutes Ergebnis.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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