Drohende Schließungen

Insolvenz: Aus für „Dunkin' Donuts”-Filialen?

Die amerikanische Süßwarenbäckerei Dunkin' Donuts hat offenbar starke Probleme, in Deutschland Fuß zu fassen. Nun drohen der Hälfte der Filialen sogar Schließungen.

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Dunkin' Donuts Insolvenz

Zuletzt lief es in Deutschland gar nicht gut für Dunkin' Donuts: Der Mindestlohn und fehlende Laufkundschaft bereiten der Kette Probleme.

Die Dunkin' Donuts Brands Group muss offenbar aus Teilen Deutschlands zurückziehen – so schlecht lief das Geschäft des amerikanischen Konzerns zuletzt in der Bundesrepublik. 30 Standorte sind laut Medienberichten nach der Insolvenz zweier Franchisenehmern der Dunkin Donuts Brands Group von der Schließung bedroht. Fast die Hälfte der insgesamt 67 Filialen in Deutschland stehen also möglicherweise vor dem Aus. Betroffen sind 20 Standorte in Berlin und 10 Filialen in Nordrhein-Westphalen.

Die Ursachen: Fernbusse und Mindestlohn

Die Franchisenehmer S&C International Deutschland und Will Coffee beschäftigen in den betroffenen „Dunkin' Donuts”-Filialen etwa 260 Mitarbeiter, die nun um Ihre Jobs bangen. Als Grund für für Probleme nennt das Unternehmen die Einführung des Mindestlohns und die wachsende Beliebtheit von Fernbussen. Zahlreiche Standorte seien an Bahnhöfen platziert, Fernbusse hätten nun zu einem deutlichen Rückgang der Laufkundschaft geführt. Facebooknutzer führen die Umsatzprobleme indes eher auf die aus Ihrer Sicht überhöhten Preise und die Tatsache zurück, dass Donuts hierzulande eine reine Süßspeise sind und kein Ersatz fürs schnelle Frühstück.
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Ist das nicht süß? Eine Küchenmaschine, die kleine Donuts automatisch auswirft?

Unklare Zukunft ab September

Bis September ist der Betrieb der Filialen und somit auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert. Wie es danach weitergeht: unklar. Da die Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen sind, könne man noch nichts konkretes zur Zukunft der Standorte verraten. In den kommenden Wochen prüft man nun Sanierungsoptionen und eine mögliche Perspektive der Filialen. Die Süßwarenbäckerei Dunkin' Donuts, die künftig nur noch Dunkin' heißen soll, kommt weltweit auf etwa 11.000 Geschäfte. Deutschland spielt für die Strategie des auch in Amerika kämpfenden Konzerns eine vergleichsweise untergeordnete Rolle. In den Vereinigten Staaten hatte das Unternehmen zuletzt den Kaffee-Boom verschlafen: Konkurrenten wie Starbucks sind hier deutlich stärker aufgestellt.
Erik J. Schulze

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