Eigenbrötler

Wie das durftet: WMF Kult X Brotbackautomat im Test

Kompakt ist er und gut aussehen tut er auch, keine Frage. Aber ob der WMF Kult X Brotbackautomat auch gründlich geknetete und lockere Brote mit schöner Kruste herstellen kann musste er im Test zeigen.

Datum:
WMf Brotbackautomat für große und kleine Brote

Schick und kompakt rührt und backt der WMF Kult X Brotbackautomat duftende Laibe in der heimischen Küche.

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Der Brotbackautomat WMF Kult X sieht nicht nur sehr gut aus und ist erfreulich kompakt, er knetet auch feste Zutaten und robuste Mehlsorten gründlich zu einem glatten Teig. Die Programmierungen für die vier im Test ausprobierten Rezepte passten hinsichtlich der Rühr-, Geh- und Backdauer sehr gut. Mit 1:53 Stunden ist für ein großes Brot sogar ein Schnellback-Programm dabei. Die Brote werden locker und sind (auf Wunsch) gut gebräunt. Knethaken und Backform sind einfach zu reinigen, allerdings nicht für die Spülmaschine vorgesehen. Bei der Arbeit wird der Deckel sehr heiß, das muss man ebenso beachten wie die nicht unerhebliche Geräuschentwicklung des Lüfters. Auch das je nach Rezept auftretende Bewegungsbedürfnis muss bei der Platzwahl für das Gerät unbedingt eingeplant werden, damit die ganz Chose nicht auf dem Boden landet.

Pro

  • Sehr schick
  • Einfache Bedienung
  • Gute Teigdurchmengung
  • Timer
  • Einfach zu reinigen

Kontra

  • Bewegt sich auf sehr glatten Arbeitsflächen
  • Deutliches Betriebsgeräusch
  • Etwas kurzes Kabel

WMF Kult X Brotbackautomat

Wenn die Duftschwaden von selbst gebackenem Brot durch das Haus ziehen kann niemand widerstehen: Sofort ist die Lust auf eine frische Scheibe da, als Auflage genügt eine gute und leicht gesalzene Butter – köstlich! Natürlich lässt sich Brot auch mit Schüssel, Handrührer und dem Backofen herstellen. Aber ein Brotbackautomat spart Zeit und verfügt im Gegensatz zu vielen älteren Backöfen über einen Timer, der die Köstlichkeit pünktlich zum Frühstücksbeginn präsentiert. Mit dem schick mit Edelstahlblech verkleideten WMF Kult X Brotbackautomaten (Aktuelles Angebot 119,00 Euro) steht ein solcher Apparat in meiner Küche und soll zeigen was er kann.

Technische Daten des WMF Kult X Brotbackautomaten

Mit den Abmessungen 27 x 25 x 20 (THB) Zentimeter ist der mit Cromargan-Edelstahlblech verkleidete Brotbackautomat aus der Kult X-Serie von WMF ein kompaktes und sehr schickes Gerät, wenn auch die Oberfläche etwas touchy ist und gut gepflegt werden will. Bis zu 750 Gramm Zutaten kann der Apparat, der auch über einen Timer verfügt, auf einmal verarbeiten. Das ist für den normalen Hausgebrauch ausreichend. Ein kleiner Knethaken im Boden der antihaftbeschichteten Backform rührt die Zutaten mit bis zu 450 Watt Leistung. Durch ein Sichtfenster im Deckel lässt sich der Rühr- und Backvorgang beobachten, eine Innenraumbeleuchtung hilft dabei.
Das ausreichend große Display zeigt alle wichtigen Informationen wie Brotgewicht, Bräunungsstufe, Programmnummer und restliche Arbeitszeit. Diese Parameter lassen sich mit insgesamt sechs Knöpfen übersichtlich justieren. 12 verschiedene Programme sind in dem Brotbackautomaten hinterlegt, die je nach Größe und Art des Brotes zugeordnet sind. Auch eine Rezepteinstellung für Konfitüre ist dabei. Mit nur 80 Zentimeter Länge ist das Stromkabel recht knapp bemessen, eine Aufrollvorrichtung gibt es nicht.

Galerie: WMF Kult X Brotbackautomat im Test

Der Brotbackautomat im Einsatz

Ein Weißbrot als Backmischung und mit dem Bauernbrot, dem Kartoffelbrot und dem mediterranen Brot stehen drei Kreationen aus dem mitgelieferten Rezeptheftchen auf dem Testplan.
Nachdem ich den innen reichlich gefetteten Rührhaken auf die Antriebswelle gesteckt habe, gebe ich für das Weißbrot aus der Backmischung Mehl und die passende Wassermenge in die Backform. Leider ist die Skalierung im mitgelieferten Becher praktisch nicht zu erkennen. Das entsprechende Weißbrotprogramm Nummer 2 (750g, 4:05 Min) sollte funktionieren. Deckel zu und Start! Der Apparat rührt und knetet, pausiert bei niedriger Wärme damit der Teig gehen kann, knetet weiter. Als endlich der eigentliche Backvorgang startet, sind über zwei Stunden vergangen. Jetzt heizt der Kult X merklich hoch, kurze Zeit später springt der Lüfter an. Der Deckel wird dabei sehr heiß (Vorsicht!), die Seiten lassen sich noch anfassen. Das Lüftergeräusch ist recht laut, in einer offenen Küche funktioniert das nicht wirklich. Also: Nachtbetrieb mit Timer! Kurz vor Ende der Backzeit beginnt es sehr verlockend zu duften, allerdings stößt der sehr gut aufgegangene Teig an das Sichtfenster im Deckel. Die Zeit ist rum, es piept gut hörbar – fertig: Das Weißbrot ist sehr gut aufgegangen, luftig und mit krosser Kruste. Sehr gut! Bis zu 60 Minuten hätte der Automat das Brot noch warmgehalten. Es lässt sich einfach aus der Form stürzen und der Knethaken ist mit dem Spezialwerkzeug schnell von der Welle gezogen. Im Boden des Brotes findet sich das spezifische Knethakenloch. Geschenkt, ich schmecke es nicht und mich stört es nicht.
Auch ein großes mediterranes Brot mit getrockneten Tomaten aus dem Rezeptheft wird sehr gut, locker und kross. Ebenso das Kartoffelbrot.
Bei dem großen Bauernbrot (Roggenvollkorn und Weizenmehl Typ 550) muss der Motor ganz schön ackern: Durch die eher feste Mischung gerät der Automat beim Rühren in heftige Bewegungen und arbeitet sich auf der (zugegeben recht glatten) Oberfläche meines Ceranfeldes deutlich von seinem Startplatz weg. Acht Zentimeter bewegt sich die Maschine – zum Glück in Richtung Wand und nicht entgegengesetzt. Das muss man unbedingt im Hinterkopf behalten, wenn der Apparat nachts unbeaufsichtigt läuft.
Alle Rezepte aus dem Heft werden übrigens mit Trockenhefe hergestellt, das muss man mögen. Wer es nicht mag, darf experimentieren.

WMF Kult X Brotbackautomat

Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

Kommentare

Die Technik der Kommentarfunktion „DISQUS“ wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.