Brotbacken für Dummies

Test: Wie einfach ist der Unold Backmeister zu bedienen?

Ein frisches, selbst gebackenes Brot zum Frühstück – nichts leichter als das! Ob es wirklich so einfach ist, hat unser Autor Philipp Weber mit dem Unold-Brotbackautomaten Backmeister Top Edition getestet.

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Brotbacken leicht gemacht mit dem Unold Backmeister Top Edition.

Wer noch nie Brot selber gebacken hat, für den klingt es vielleicht wie ein Hexenwerk. Ist es aber nicht. Im Gegenteil: Brot selber backen ist ganz einfach. Vor allem, wenn man einen Brotbackautomaten wie den Unold Backmeister Top Edition zur Hand hat. eKitchen hat das Top-Modell von Unold für Sie auf seine „Dummie“-Tauglichkeit getestet. Idiotensicher zum warm duftenden Brot am Frühstückstisch – mal sehen, ob's klappt!

Gute Anleitung

Den ersten Haken in Sachen Idiotensicherheit mache ich an die Bedienungsanleitung. Bei vielen Küchengeräten beinhaltet die nur noch die nötigsten Infos.
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Selten liegt einem Küchengerät eine so klare und gut formulierte Bedienungsanleitung bei.

Anders bei Unold: Ich halte eine Hochglanzanleitung in meinen Händen. Zudem wird meiner ersten Befürchtung, ich müsse jetzt einen Roman lesen, bevor ich beginnen kann, schnell der Wind aus den Segeln genommen: Eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte erlaubt es mir, innerhalb weniger Minuten mit dem Backen meines ersten Brotes im Unold Backmeister zu beginnen.

Einfachheit der Bedienung

Gesagt, getan. Zu Beginn bin ich faul. Ich nutze eine Backmischung. Elf gespeicherte Programme von Weißbrot bis Vollkornbrot sowie ein manuell einstellbares Eigenprogramm bietet mir der Brotbackautomat dafür an. Ich nutze das Basisprogramm, das ich mit der sogenannten „Menü“-Taste wählen kann – im ersten Moment eine etwas irreführende Bezeichnung des Knopfes. Gleiches gilt für die „Stufe“-Taste, mit der ich am Brotbackautomaten einstelle, ob ich ein kleines oder ein großes Brot backen möchte. Einmal gemacht, kann ich mir die unklaren Bezeichnungen aber merken. Und im Grunde ist es kinderleicht, mit dem Automaten ein Brot selbst zu backen.
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Die Bedienung ist simpel, bis auf ein paar verwirrende Bezeichnungen.

Eine Taste für die Bräunung der Kruste (hell, mittel, dunkel) und eine Timertaste (bis zu 13 Stunden vorprogrammierbar) vervollständigen die Bedieneinheit.

Haken? Knethaken!

Also Deckel auf und Backmischung rein. Stopp. Zuvor muss man noch einen Knethaken am Boden des Backbehälters einsetzen. Ich drücke auf Start und warte. Ich warte sehr lange. Bis so ein Brot fertig ist, vergehen gut und gerne drei
Stunden. Zwischendurch blicke ich dank „Licht”-Taste und Guck-Fenster immer mal wieder ins Innere. Aber viel mehr rieche ich schon den Duft meines leckeren Brotes. Ein Geruch, der am Morgen die Laune hebt und Lust auf ein leckeres Frühstück weckt. Hierfür ist die Timerfunktion ideal, die bei dem Gerät einwandfrei funktioniert.
Etwas schwierig gestaltet sich dagegen das Entfernen des Knethakens – was allerdings kein Unold-spezifisches Problem ist. Bei den allermeisten Brotbackautomaten backt sich der Knethaken in das Brot ein. Am leichtesten fischt man ihn im noch warmen Brot heraus. Wer will, kann ihn auch nach dem Ende des Knetvorgangs herausnehmen. Mir ist das zu umständlich.
Zusammengefasst: Um mit dem Unold Backmeister Top Edition ein Brot zu backen, braucht es keine Bäckerlehre. Ich habe nach einem Testlauf alle Funktionen verstanden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich eine Backmischung nutze oder nach Rezept vorgehe.
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Geschmack top, Form und Aussehen streitbar.

Die Backergebnisse

Das Brot ist wunderbar luftig, die Kruste kross, der Geschmack lecker. Selbst im Schnellbackmodus, bei dem der Teig nicht so lange Zeit hat aufzugehen, bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Habe ich die Maschine am Vorabend befüllt und per Timer für den kommenden Morgen eingestellt, ist sie unschlagbar. Eine ganze Reihe an Grundrezepten aus der Bedienungsanleitung sorgen für die nötige Abwechslung.

Das Auge isst mit

Beim Unold Backmeister Top Edition lässt sich nicht über den Geschmack, sondern über die Brotform streiten: Wer sich dieses Gerät kauft, sollte sich bewusst sein, dass man nur in einer quadratischen Kastenform Brote backen kann. Einige meiner zum Test gebackenen Brote hatten zudem eine etwas unförmige obere Krustenseite.

Gimmicks des Unold Backmeister Top Edition

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Tolles Gimmick: Selbst Marmelade lässt sich im Unold Backmeister Top Edition zubereiten.

„Konfitüre und Marmelade können im Backmeister schnell und einfach zubereitet werden. Auch wenn Sie noch nie zuvor welche gekocht haben, sollten Sie das versuchen.“ Diese Sätze stammen nicht von mir, sondern sind aus der Bedienungsanleitung, die ich im Laufe meines Testzeitraums noch einmal herauskrame. Marmelade im Brotbackautomaten: Das hört sich so schräg an, dass ich es gleich ausprobieren will und noch am Abend zum Supermarkt fahre, um die letzten frischen Erdbeeren zu kaufen. Ähnliches Spiel wie beim Brot: Alle Zutaten kommen in das Backgefäß, ich wähle das Konfitüre-Programm und Maschine samt Knethaken übernehmen den Rest für mich. Das Ergebnis ist genauso gut wie das Backergebnis. Konfitüretest bestanden – insbesondere, weil ich zu keinem Zeitpunkt Sorge hatte, dass die Marmelade aufschäumen und überlaufen könnte.

Fazit

Der Unold Backmeister Top Edition ist ein solides Gerät, das gute bis sehr gute Ergebnisse liefert, bei einem annehmbaren Preis (Amazon: 92 Euro, 17. Juni 2015). Er sieht schick aus, auch wenn er etwas groß geraten ist. Wer auf der Suche nach einem Brotbackautomaten ist, sollte dieses Gerät näher ins Auge fassen.
Philipp Weber

von

Freischaffender Journalist aus Hamburg. Mit Vorliebe für gutes Essen und clevere Technik. Tätig unter anderem für eKitchen und den Stern.

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