Superfood–Serie

Quinoa: Nutzen Sie die Magie der Anden

Magische Fähigkeiten sprachen die Inka ihrem Quinoa zu. Warum und wo Sie das robuste sowie im Anbau anspruchlose Pseudogetreide kaufen sollten und was Sie mit ihm anstellen können, lesen Sie bei eKitchen.

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Quinoa

Quinoa ist ein Stück südamerikanische Geschichte und vielfältig einsetzbar.

Pseudogetreide? Ja, Sie haben richtig gelesen. Zu Pseudogetreide zählen getreideähnliche Nahrungsmittel, die die gleichen Eigenschaften aufweisen. Sie können sie ebenso wie Getreide verarbeiten: mahlen, backen oder als Beilage zubereiten. Der Vorteil von Quinoa: Er enthält kein Gluten und ist demnach für Menschen mit Zöliakie hervorragend geeignet. Seinen Ursprung hat Quinoa in den Anden. Bei den Inka war er vor knapp 6000 Jahren das Grundnahrungsmittel, wie es heute für uns die Kartoffel ist. Er kann auch in Anbaugebieten über 4000 Meter Höhe wachsen. Unter diesen Bedingungen haben Mais, Gerste oder Roggen längst aufgegeben. Auch in Sachen Bodenbeschaffenheit ist Quinoa anspruchslos. In derartigen Höhen ist nicht nur die Luft dünn, sondern auch der Boden weniger nährend. Diese Anpassungsfähigkeit und seine gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe machten ihn für die Inka zur magischen Pflanze.

Quinoa – Magie für die Gesundheit

Man hat ihn nicht nur gegessen, sondern auch als Medikament genutzt. Begründet liegt dies in seinen wertvollen Inhaltsstoffen. Neben dem von uns zum Großteil genutzten Weizen oder Roggen weist Quinoa einen höheren Prozentsatz an Spurenelementen, Mineralstoffen und pflanzlichem Eiweiß auf. Der Magnesiumgehalt ist ebenfalls höher als beim Standardgetreide. Ebenso der Eisengehalt. Außerdem ist er sehr fettarm. Das Fett, das enthalten ist, besteht zudem zu 50 Prozent aus den wichtigen ungesättigten Fettsäuren. Auch die Inka haben es bemerkt: Das ist gut für Kreislauf und Herz.

Das steckt im Quinoa

Inhaltsstoff

Anteil in 100 g Quinoa

Fettgehalt

6 g

 - davon einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren

4,9 g

Magnesium

275 mg

Eisen

8 mg

Eiweiß

14 g

Calcium

80 mg

Zink

2,5 mg

Quinoa – Wo soll man ihn kaufen?

Quinoa stammt noch immer aus den Gebieten seines Ursprungs. Zum Großteil baut man ihn in Peru, Bolivien und Ecuador an. Zwar gibt es auch in Deutschland einige wenige Felder, diese sind aber für Versuche und Forschung gedacht. Den importierten Quinoa, der durch die stetig wachsende Nachfrage teurer wird, können Sie online oder in Reformhäusern und Bioläden kaufen. Bei Amazon bekommen Sie Quinoa–Samen für 9,99 €/500g von Rapunzel – jetzt bestellen. Auch Quinoa–Produkte können Sie fertig kaufen. So gibt es beispielsweise Quinoa–Nudeln zu kaufen (jetzt bei Amazon bestellen). Sie möchten sich gern einmal an Brot aus Quinoa versuchen? Dann bestellen Sie jetzt das Mehl bei Amazon. Den passenden Brotbackautomaten, insofern Sie noch keinen zu Hause haben, finden Sie hier ebenfalls bei Amazon.
Quinoa mit Blaubeeren im Müsli

Quinoa können Sie unter Ihre täglichen Frühstückscerealien mischen.

Das müssen Sie bei der Verarbeitung von Quinoa beachten

Insofern Sie Quinoa–Samen haben, müssen Sie sie vor der Zubereitung unbedingt heiß abwaschen. Die Schale enthält Bitterstoffe, die in der Natur Schädlinge abwehren sollen. Für unsere europäische Verdauung bedeuten Sie jedoch Reizungen der Darmschleimhaut. Zwar ist dies nur bei größeren Dosen der Fall, nichtsdestotrotz verderben die Bitterstoffe auch den Geschmack. Bei kleinen Kindern bis ca. drei Jahre sollten Sie daher ganz auf den Einsatz von Quinoa verzichten. Auch wenn die Samen intensiv gewaschen sind, ist die Verdauung der Kleinsten noch nicht ausgereift genug. Ansonsten können Sie die Samen als Beilage wie Reis verwenden. Auch in Suppen schmeckt er gut und ist als Nudel eine glutenfreie Alternative für Allergiker. Holen Sie sich einfach den Zauber der Inka in Ihre Küche und probieren Sie Quinoa aus.
Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!

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