Wo ein Backofen versagt

Schöner Brot backen: Der Schwadomat hilft

Ein gutes Brot ist wundervoll. Noch wundervoller ist es, wenn man sein Brot selbst gebacken hat. Doch ist das eine Kunst für sich. Wir stellen den Schwadomaten vor, der dabei hilft.

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Brot backen mit Schwadentechnik

Brot backen mit Schwadentechnik.

Zugegeben, ich musste selbst nachschlagen, woraus sich der Name „Schwadomat“ ableitet. Für echte Bäcker ein Klacks, denn wir sprechen hier von Schwaden. Tatsächlich kennen wir den Begriff beim Wetter: Nebelschwaden. Die Beigabe von Dunstschwaden beim Backen von Brot, Brötchen oder Baguettes ist essentiell.
Der Wasserdampf wird bei einer bestimmten Temperatur zu einem bestimmten Zeitpunkt bei einer passenden Wassermenge im Ofen verteilt, so dass vom Endergebnis her das Brot eine tolle, glänzende Kruste ohne unförmigen Risse aber auch eine voluminöse Form erhält. Das hört sich einfach an, ist aber eine Kunst für sich, die richtige Menge herauszufinden und die korrekte Technik der Dampfverteilung zu entwickeln. Wer es etwas genauer wissen möchte, dem sei zum Einstieg der Artikel in der Wikipedia empfohlen. Kommen wir aber nun zum Schwadomaten.

Der Schwadomat von Lutz Geißler

Lutz ist in der Brotbackszene kein Unbekannter. Im Gegenteil, die Zeitschrift Feinschmecker bezeichnete ihn als „Brot-Perfektionisten“. Lutz war früher als Geologe tätig. Seit 2014 widmet er sich voll und ganz seiner Back-Passion. In Kenntnis dessen, dass uns Haushaltsamateuren ein geeigneter Ofen fehlt, hat er zusammen mit Manfred Schellin und mühevoller Detailarbeit den Schwadomaten entwickelt (er beschreibt es wie folgt: „Nach weit über 2 Jahren Entwicklungszeit, nach dem Verschleiß unendlich vieler Nerven, 5 Schlosser sind auf der Strecke geblieben, hunderte von Prototypen entsorgt…“). Der einer üblichen Tasse Wasser oder anderen Kniffen überlegen ist. Wenn man so will, ist der Schwadomat aufgrund seiner Bauweise ein dosierter Dunstverteiler, um das gewünschte Backergebnis zu erreichen. Wir sprachen oben bereits davon: Eine schöne, glänzende Kruste, ein Teig der Zeit zum Entwickeln bekommen hat und eine voluminöse Brotform.
Der Schwadomat

Von links nach rechts: Der Schwadomat im Ganzen. Im Ofen seitlich untergebracht, nimmt er wenig Platz ein. Gut zu erkennen: Der Wassereinlass vorne, um mittels Spritze die richtige Menge Wasser einzufüllen. Rechts sehen wir die Dunstöffnung, um den Wasserdampf dosiert zu verteilen.

Wer denn Schwadomaten haben will, muss sich allerdings etwas gedulden. Denn er ist im Moment ausverkauft (Preis: 120 €).
Da ich die Passion und Liebe zum Detail – nachdem ich mich erkundigt und umgeschaut hatte – von Lutz sehr sympathisch finde, habe ich ihn um ein Interview gebeten, das demnächst veröffentlicht wird.
Robert Basic

von

Seine Passion sind Menschen, sein Antrieb ist die Neugier.

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