Kooperation mit Lieferando

Tiefkühlpizza per Lieferdienst: Wagners Original im Test

Jetzt kann man sich Tiefkühlpizza liefern lassen. Geht das gut? eKitchen hat Ernst Wagners Original mit Lieferando ausprobiert.

Datum:
Ernst Wagners Original

Die Pizza Ernst Wagners Original kommt dank Lieferando direkt nach Hause. Kann das schmecken?

Einschätzung
der Redaktion

Fazit: Das müssen Sie wissen

Die Idee ist spannend und ungewöhnlich: Hochwertige Tiefkühlpizza kommt fertiggebacken an die Wohnungstür. Und die Lieferzeit für drei Pizzen ist immerhin nicht deutlich länger als es die gleiche Anzahl an Supermarktvarianten im Ofen gebraucht hätten. Dennoch: Für 6 Euro pro Mahlzeit kann man an anderer Stelle hochwertigere Kost bekommen – und eine Pizza vom Supermarkt um die Ecke kostet weniger. Dieser Service ist eine Spielerei und vielleicht eine witzige Abwechselung zum Stammlieferservice, mehr aber nicht.
Es wirkt etwas absurd: Tiefkühlpizzen sind praktisch, wenn schnell und unkompliziert ein vergleichsweise befriedigendes – aber insgesamt doch eher ungesundes – Mahl auf den Tisch kommen soll. Wenn es ebenso entspannt aber etwas hochqualitativer sein soll, lässt man eben eine frisch gebackene Variante vom Lieferdienst kommen. Wagner und Lieferando haben da offenbar eine Lücke für sich erkannt – und liefern in einer neuen Kooperation Wagner Pizzen fertig an die Tür. Das Angebot gibt es nur in einigen Stadtteilen der Metropolen Frankfurt, Hamburg und München und ist auf vier Pizzen der Reihe Ernst Wagners Original reduziert. Wir haben die gelieferte TK-Pizza einmal ausprobiert. Diese Sorten waren verfügbar.
  • Pizza Prosciutto: Pizza mit Schinken und Mozzarella
  • Pizza Margherita: Klassische Pizza mit Mozzarella, Büffelmozzarella und halbgetrockneten Tomaten
  • Pizza Verdure: Gemüsepizza mit Spinat, Paprika, Kirschtomaten und Ricotta-Crème
  • Pizza Diavola: Scharfe Pizza mit Peperoni-Salami, würzigem Provolone und gegrillter Paprika
Wagner

Etwas blass, etwas kalt: Gemischte Gefühle zur Wagner-Pizza bei Lieferando.

Ernst Wagners Original: Bestellung, Lieferung und erster Eindruck

Pro 27-Zentimeter-Pizza bezahlen Kunden einen Preis von 6 Euro – und liegen damit deutlich über dem normalen Kostenpunkt einer klassischen Tiefkühlpizza. Für ein Produkt vom Lieferdienst ist das Angebot aber im Vergleich recht günstig. Allerdings müssen Kunden mindestens zwei Pizzen bestellen, dafür sorgt ein Mindestbestellwert von 10 Euro. Wir entscheiden uns im Test für drei der vier Varianten: Prosciutto, Margherita und Diavola. Die Bestellung läuft ohne Probleme auf der Bestellseite von Lieferando sind die Pizzen schnell dem Warenkorb hinzugefügt (Modifikationen wie Extra-Zutaten sind nicht möglich) und die Bestellung abgeschickt. Wir schauen auf die Uhr und warten ab. Die Pizzen werden in lokalen Partner-Pizzabäckereien aufgebacken und vom Lieferando-Dienst geliefert. In einem zentralen Stadtteil von Hamburg dauert das 32 Minuten – sogar sieben Minuten schneller als die bei der Bestellung angegebene Zeit – und das, obwohl der Pizzabote noch kurz anrufen muss, da die genaue Adresse beim Bestellprozess offenbar im System abhanden kam. Die drei georderten Pizzen kamen in schlicht-schwarzen Pappkartons, auf denen ein Wagner-Logo und ein stilisiertes Bild von Ernst Wagner, dem Gründer des Pizza-Unternehmens, prangte. Das wirkt hochwertig und vermittelt ein gewisses Premium-Gefühl.

So schmeckt die Wagner-Pizza bei Lieferando

Karton auf, Pizza raus – Geschmackstest! Aber erst wird gemessen: Alle drei Pizzen wiesen die versprochenen 27 Zentimeter vor, hier kann man nicht meckern. Leider kamen die runden Teigpfladen aber nicht gerade besonders heiß bei den Testern an. Apropos „ankommen“: Bei der Verkostung konnte der Geschmack nicht vollends überzeugen. Die Probanden waren sich einig – mit zu wenig Tomatensoße, lieblos wirkenden Zutaten und dem noch etwas blassen Käse schmeckt die die Wagner-Pizza tatsächlich eindeutig wie ein aufgewärmtes Tiefkühlprodukt und weniger wie eine vollwertige Pizza, die mit Liebe in einem hochwertigen Pizzaofen zubereitet wurde. Das war eigentlich zu erwarten, enttäuscht bei der hochwertigen Aufmachung aber dennoch.

Galerie: Beliebte Pizzasteine in der Übersicht

Lohnt sich die Tiefkühlpizza zum Bestellen dennoch?

Alles in allem überzeugt das Produkt nur wenig. Eine zweite Bestellung der Wagner-Pizza ist für alle Testesser unwahrscheinlich. Beim nächsten Mal würden die Probanden doch wieder ein bisschen mehr investieren, um anderswo eine wirklich frisch gemachte Pizza zu bestellen. Und wenn Wagner-Pizza, dann eben doch lieber die kostengünstigere aus der Tiefkühltruhe vom Supermarkt oder von der Tankstelle um die Ecke. Die ist in kurzer Zeit ebenso (mehr oder wenig) geschmackvoll zubereitet wie die der Testbestellung. Viele Menschen dürften das Angebot aber so oder so nicht wahrnehmen können: Neben der arg limitierten Städte- und Stadtteilauswahl des Anbieters ist auch das Zeitfenster für Bestellungen äußerst schmal: Lieferando nimmt die Aufträge für Wagners Original nur zwischen 18 und 21 Uhr an. Die Lieferungen sind immerhin sieben Tage die Woche möglich – allerdings nur bis zum 9. Dezember, dann läuft die Probephase der Kooperation aus. Ob es weitergeht bleibt abzuwarten.

Wagner Pizza

Erik J. Schulze

von

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