Die Königin der Pizzen

Die berühmtesten Gerichte der Welt: Pizza Margherita

Die Pizza selbst ist älter, als viele wissen: Wohlmöglich schon mehrere tausend Jahre. Die heutzutage weltweit bekannte Pizza Margherita hingegen, ist „nur“ etwa 126 Jahre alt. Ihren Namen verdankt sie einer italienischen Königin.

Datum:
Pizza Margherita

Die Königin der Pizzen: Die Pizza Margherita gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Gerichten – nicht nur in Italien.

Will man der Geschichte der Pizza auf die Spur kommen, man müsste die Geschichte der Menscheit wahrscheinlich sehr weit zurückverfolgen. Die „klassische“ Pizza, wie man sie heute kennt, gibt es noch nicht allzu lange. Die Mischung aus Teig, Tomaten und Käse wurde erst durch den Handel zwischen den verschiedenen Kontinenten möglich. Die Verwendung von Teig als Boden für Zutaten, die die Vorratskammer so hergaben, ist aber viel älter. Das Wort „Pizza“ könnte sich von „Pita“, dem arabischen (und griechischen) Wort für „Brot“ ableiten. Die Tomaten waren erst ab 1522 – nach der Entdeckung Amerikas und des Gemüses – Teil der Pizza. Die Tomaten waren damals von den Reichen verpöhnt, sie galten als giftig und ungenießbar. Die Armen störten sich jedoch nicht daran und nutzten die Tomaten als Belag für den Teig. Einer Ergänzung bedarf es jedoch noch: des heute obligatorischen Käses. Die Pizza, die sich aufgrund ihrer Schlichtheit und ihres Geschmacks bald zur „Königin der Pizzen“ mausern würde, entstand, so heißt es zumindest, im Jahr 1889. Der König von Italien, Umberto I., besuchte in jenem Jahr zusammen mit seiner Frau Margherita di Savoia die Stadt Neapel und wünschte sich den Besuch des Pizzachefs („pizzaioli“) der Stadt, Raffaele Esposito. Dieser entwarf 3 Pizzen – eine davon war ein improvisiertes Werk. Er wollte die Nationalfarben Italiens mit dieser Pizza präsentieren, also nutzte er Tomaten, Basilikum (oder Petersilie) und das einzige Weiße, dessen er habhaft werden konnte: Mozzarella. Zwei der Pizzen schmeckten der Königin, doch von einer war sie hellauf begeistert. So begeistert, dass sie dem Pizzachef sogar einen Brief schrieb und sich für die Speisen bedankte. Zu Ehren der Königin benannte Esposito die Pizza nach ihr – so entstand die bis heute allseits beliebte Pizza Margherita. Damit stieg die Pizza zu einem Nationalgericht Italiens auf und Neapel galt seit jenem Tag als die Hauptstadt der Pizza (zumindest der Pizza in ihrer heutigen Form).

Zutaten für 3 Portionen

Für den Pizza-Teig:

500

Gramm

Weizenmehl (Typ 405)

20

Gramm

frische Hefe

1

Teelöffel

Salz

50

ml

Olivenöl

320

ml

Wasser

etwas Weizenmehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche

Für die Sauce:

18

Esslöffel

pürierte Tomaten

9

Esslöffel

Tomatenmark

6

Esslöffel

Oregano

3

Prisen

Salz

3

Prisen

Zucker

150

ml

Olivenöl

frisch gemahlener Pfeffer

Zutaten für den Belag:

3

Kugeln

Mozzarella, in etwa fünf Scheiben geschnitten

18

Blätter

Basilikum

1

Esslöffel

Olivenöl

3

Olivenöl zur Dekoration (bei Bedarf)

Zubereitung

Zunächst wird der Teig vorbereitet: Verühren Sie hierfür alle Zutaten in einer Schüssel, es sollte am Ende ein glatter Teig dabei entstehen. Verkneten Sie es am besten mit der Hand, auch wenn dies anfangs etwas klebrig sein mag. Hat der Teig die gewünschte Konsistenz erreicht, sollten Sie ihn entweder für mindestens 1 Stunde, alternativ auch im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
In der Zwischenzeit (oder am nächsten Tag) können Sie sich der Sauce zuwenden: Vermischen Sie alle Zutaten auch hier in einer Schüssel und achten Sie dabei darauf, dass die Sauce nicht zu dünn wird. Sollte das der Fall sein, mischen Sie einfach noch etwas Tomatenmark dazu, wird sie zu dick, alternativ die passierten Tomaten untermischen.
Nun wieder zum Teig: Nehmen Sie den Teig und teilen ihn in 3 gleichgroße Kugeln. Lassen Sie diese im Anschluss nochmals für 10 Minuten gehen. Bestäuben Sie nun eine Arbeitsfläche mit Mehl und legen die Kugeln darauf. Nun den Teig nicht ausrollen, sondern mit den Händen auseinanderziehen. Hierfür legen Sie auf die Mitte des Teigklumpens einen Handballen und drücken den Teig vom Körper weg, sodass dieser gestreckt wird. Drehen Sie nun den Teig und wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis ein in etwa runder Pizzaboden mit einem Durchmesser von ungefähr 20 cm entsteht. Am Rand sollte der Teig ein wenig dicker sein, damit der Belag nicht überläuft. Heizen Sie nun den Ofen auf 240 Grad vor, sollten Sie einen Pizzastein besitzen, so heizen Sie auch diesen vor.
Zuletzt der Belag: Bestreichen Sie den Boden mit der Tomatensauce und legen de Mozzarella in Scheiben darauf. Nun verteilen Sie noch das Basilikum gleichmäßig auf der Pizza und dekorieren diese bei Bedarf noch mit einer Olive. Verteilen Sie zum Abschluss noch ein wenig Olivenöl über der Pizza. Geben Sie die Pizza nun in den Ofen. Tipp: Streichen Sie das Backblech vor dem Einschieben mit Olivenöl ein. Lassen Sie die Pizza nun 10 Minuten im Ofen.

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