Süßer Weizenersatz mit kleinen Tücken

Backen mit Kokosmehl: Lecker und gesund, aber nichts für Anfänger

Kokosmehl gibt Backwaren durch seinen Eigengeschmack eine ganz besondere Note. Doch Backanfänger sollten beim Backen mit Kokosmehl vorsichtig sein.

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Backen_mit_Kokosmehl

Kokosmehl – Die gesündere Alternative zu Mehl auf Getreidebasis.

Kokosmehl wird aus entöltem, getrocknetem und fein gemahlenem Fleisch der Kokosnuss gewonnen. Ein Hauptargument vieler Kokosmehl-Fans: Das glutenfreie Mehl ist reich an Ballaststoffen und hilft deshalb beim Abnehmen und der Kontrolle des Insulinspiegels. So eignet es sich ganz hervorragend für eine Low-Carb Ernährung. Auch die Paleo-Ernährung sieht Kokosmehl im Speiseplan vor.
Was lecker und gesund klingt, stellt jedoch gerade Hobbybäcker vor große Herausforderungen, denn das Backen mit Kokosmehl ist etwas aufwendiger, als man es von Weizenmehl gewohnt ist. Trotzdem ist Kokosmehl eine spannende Alternative zu herkömmlichen Mehlsorten mit verschiedenen Vor- und Nachteilen.

Diese Vorteile bringt das Backen mit Kokosmehl

Kokosmehl_glutenfrei

Kokosmehl gehört mit zu den glutenfreien Mehlsorten.

Kokosmehl ist generell die gesündere Alternative zu Mehl auf Getreidebasis, da es deutlich weniger Kohlenhydrate enthält und dafür mit einem Ballaststoffgehalt von ungefähr 50 % punktet. Auch der Anteil an Eiweiß beträgt stolze 20 %. Es ist besonders cholesterinarm und deswegen auch für Diabetiker geeignet. Und da es glutenfrei ist, können Sie damit auch problemlos für Menschen mit Zöliakie backen und kochen. Doch nicht nur inhaltlich hat das Kokosmehl viel zu bieten: Sein leicht süßlicher Geschmack passt zu vielen Gerichten, Kuchen und Muffins. Sie stellen Kokosmehl auch ganz einfach selbst her: Nehmen Sie dafür einfach Kokosflocken und mahlen Sie diese so lange im Standmixer, bis Sie ein feines Mehl erhalten.

Darauf sollten Sie beim Backen mit Kokosmehl achten

Der leichte Kokosgeschmack gibt vielen süßen Backwaren den letzten Schliff; doch bei herzhaften Speisen wie Pizza oder Quiche passt der Eigengeschmack des Kokosmehls eher weniger. Zusätzlich dürfen Sie keineswegs Weizen- und Kokosmehl 1:1 austauschen. Kokosmehl benötigt enorm viel Flüssigkeit – achten Sie also genau darauf, wie sich Ihr Teig entwickelt, und geben Sie im Zweifelsfall noch etwas Wasser dazu. Häufig müssen in Rezepte mit Kokosmehl mehr Eier eingearbeitet werden, als bei gewöhnlichen Kuchenrezepten – das mag so manchen Bäcker ebenfalls abschrecken. Schließlich fehlt dem Kokosmehl das Gluten, das nicht umsonst auch als "Klebeeiweiß" bezeichnet wird. Zusätzlich dazu ist Kokosmehl noch nicht in jedem Supermarktregal angekommen und deswegen häufig nur im Reformhaus oder Biomarkt erhältlich. Besser sieht da schon die Online-Verfügbarkeit in speziellen Shops aus.

Neugierig geworden? Probieren Sie doch einmal Kokoskuchen mit Kokosmehl!

Auch wenn es etwas komplizierter scheint: Das Backen mit Kokosmehl belohnt Sie in jedem Falle mit einem ballaststoffreichen und leckeren Ergebnis. Versuchen Sie sich doch beispielsweise an diesem einfachen Kokoskuchen. Der süße, fluffige Teig und der himmlische Kokos-Duft allein sind schon jede Mühe wert!
Zutaten:
  • 4 große Eier
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Margarine
  • 30 g Honig
  • 70 g Kokosmehl
  • ¼ TL Backpulver
Zubereitung:
Schlagen Sie das Eiweiß mit dem Salz steif und verrühren Sie die restlichen Zutaten in einer weiteren Schüssel. Heben Sie dann den Eischnee unter und füllen Sie den Teig in eine gefettete Kastenform. Backen Sie den Kuchen für 35 Minuten bei 175 °C. Stäbchenprobe nicht vergessen!
Aufgrund der besonderen Eigenschaften des Kokosmehls mischen viele Backfans Weizen- und Kokosmehl miteinander, um so von beiden Mehlsorten zu profitieren. Doch hierbei ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Dennoch lohnt es sich, die gesunde Alternative zu Weizen und Co. genauer unter die Lupe zu nehmen und so auch einmal etwas Neues auszuprobieren!

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