Wurst oder Keule?

Alle Jahre wieder: Was essen wir Weihnachten?

Früher war die Adventszeit Fastenzeit. Nach der Zurückhaltung am heiligen Abend ist Weihnachten heute oft auch ein Schlemmerfest. Aber was essen die Deutschen an Weihnachten eigentlich so?

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Weihnachtsessen: Wurst oder Keule?

An Weihnachten kommen klassische Gerichte auf den Tisch.

Heutzutage lachen uns bereits im November Spekulatius und Lebkuchen aus den Supermarktregalen entgegen und kündigen kalorienreiche Zeiten an.

Adventszeit war Fastenzeit

Das war früher anders, denn ursprünglich wurde in den Wochen vor dem Weihnachtsfest streng gefastet. Die gesamte Adventszeit war – im Gegensatz zu heute – von Verzicht geprägt. Kein Fleisch und keine Feste, so schrieb es die katholische Kirche vor.

Spärliche Mahlzeit an Heiligabend

Kartoffelsalat und Würstchen

Der Klassiker an Heiligabend: Kartoffelsalat und Würstchen

Selbst an Heiligabend wurde auf Sparflamme gekocht, denn auch der 24. Dezember war kein Fest-, sondern ein Fastentag und Völlerei somit verpönt. Traditionell kamen daher eher karge Gerichte wie Kartoffelsalat, Suppe oder Eintopf auf den Teller. Und dieser Tradition der einfachen Mahlzeit sind viele Deutsche treu geblieben: Ungeschlagener Favorit ist bis heute der Kartoffelsalat mit Würstchen. Mit Buße und Verzicht hat das aber nicht mehr viel zu tun. Einkaufen, Baum schmücken, in die Kirche gehen. Dazu quengelnde Kinder, die die Bescherung kaum abwarten können. Da bleibt einfach keine Zeit mehr, um stundenlang in der Küche zu stehen.

Galerie: Weihnachtsessen – gute Ideen im Bild

Opulent und klassisch am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag

Dafür wurde an den Weihnachtsfeiertagen ordentlich aufgefahren. Der 25. Dezember läutete das Ende der wochenlangen Fastenzeit ein und es kam endlich wieder Fleisch auf den Tisch. Und auch an dieser Tradition hat sich bis heute nicht viel geändert. Fleisch steht immer noch ganz oben auf der Speisekarte. Die Deutschen essen an den Feiertagen am liebsten Geflügel wie die klassische Weihnachtsgans oder die knusprige Ente. Auch das hat Tradition, Geflügel gab es schließlich schon früher auf jedem Bauernhof.
Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen

Viel Fleisch am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag: Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen

Weihnachtszeit ist Fleischzeit

Die meisten Gänse und Enten werden im letzten Quartal des Jahres gekauft und gegessen. Nicht nur Geflügel, sondern auch der klassische Weihnachtsbraten, wahlweise vom Rind oder Schwein, steht hoch im Kurs. Ebenso Wild wie Rehbraten und Hirschrücken sowie Steak, Schnitzel und Fondue. Auch bei den Beilagen bleibt es klassisch. In den meisten Haushalten findet man Kartoffel- oder Semmelknödel und Rotkohl auf den Tellern. Und gefastet wird erst im neuen Jahr.

Weihnachten aus dem Mixer?

Wenn Sie einen Thermomix haben, sollten Sie sich den Ratgeber anschauen, wie Sie mit dem Thermomix ein Weihnachtsmenü zaubern.