Ran an die Nüsse

Cashewkerne & Co.: Was Sie schon immer wissen wollten!

Nüsse sollen gesund sein, aber auch furchtbar viel Fett enthalten. Macht sie das dann nicht eher ungeeignet für eine ausgewogene Ernährung? Lesen Sie bei eKitchen, warum Sie Cashewkerne, Haselnüsse und andere Sorten trotzdem genießen können.

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Nussmischung

Bei einer Nussmischung ist für jeden etwas dabei.

Egal ob Cashew, Pistazie oder Erdnuss – Nüsse sind in nahezu jedem Knabberbüffet zu finden. Und das, obwohl ihnen der Ruf des hohen Fettgehalts vorauseilt. Widerlegen kann man das an dieser Stelle zwar nicht, aber verzichten müssen Sie auch nicht. Denn das Gute an oder eben in Nüssen ist unter anderem das Fett. In puren Cashewkernen finden sich beispielsweise auf 100 g Nuss ca. 46 g Fett, wobei es sich aber um die gesunden ein- oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren handelt. Im Schnitt enthalten Nüsse zwischen 45 und 70 % Fett. Außerdem finden sich in den unterschiedlichen Nusssorten viele Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Zink oder Magnesium und Eisen. Aber auch Ballaststoffe, Vitamine und Eiweiß. So tun Nüsse Ihren Nerven, dem Cholesterinspiegel und der Verdauung gut. Wichtig zu beachten ist aber, dass durch das Salzen oder Rösten der Nüsse viele von den guten Inhaltsstoffen verloren gehen. Auch der erhöhte Salzgehalt bei gesalzenen Nüssen kann sich bei übermäßigem Verzehr negativ auf den Blutdruck auswirken und ihn in die Höhe treiben. Nuss- oder Heuschnupfen-Allergiker mit Kreuzallergie müssen beim Genuss der Knabbereien immer vorsichtig sein.

Galerie: Ideen und Tipps zum Kochen mit Cashewkernen & Co.

Haselnuss

Ohne die Haselnuss gäbe es keine Nutella und was wäre das für eine Welt?

Die Haselnuss

Wenn die am Strauch wachsende Nuss im Frühjahr blüht, sind Heuschnupfen-Allergiker meist nicht gut auf sie zu sprechen. Doch in der Weihnachtsbäckerei gibt es kein Murren mehr. Es gibt zwei Sorten Haselnüsse: die aus dem Mittelmeerraum stammenden Lambertsnüsse und die Zellernüsse, die in Deutschland wachsen. Eine frische Nuss erkennen Sie an der weißen Farbe des Kerns. Hat die Nussschale jedoch eine helle, schon graue Färbung, ist sie entweder hohl oder mit einer verkümmerten Frucht bestückt.
Erdnüsse

Erdnüsse schmecken nicht nur Dumbo, sondern auch uns – pur oder gesalzen.

Die Erdnuss

Diese ebenfalls aus dem Mittelmeerraum stammende Nuss ist ein Erdbewohner. Im Gegensatz zum Haselnussstrauch ist die Erdnuss ein einjähriges Pflänzchen. Frische Nüsse bekommen Sie ab Herbst und auch im Winter noch. Eine wirklich frische Nuss können Sie an der glatten und glänzenden Haut erkennen. Erdnüsse schmecken nicht nur geröstet, sondern auch als Erdnussbutter, im Gebäck und als Topping zu herzhaften Speisen.
Walnuss

Die Walnuss ist eher was für Feinschmecker.

Die Walnuss

Die große runde und innen zweigeteilte Walnuss bekommen Sie für gewöhnlich nur als Importware. Sie wächst zwar auch hierzulande, jedoch nicht in handelbaren Ausmaßen. Kurz vor dem Herbstbeginn ist sie dann endlich erhältlich. Eine frische Walnuss bzw. den frischen Kern erkennen Sie wie bei der Haselnuss an seiner sehr hellen Farbe. Der Geschmack ist herb bis bitter und daher nicht jedermanns Fall. Walnüsse sind eine tolle Pinienkern-Alternative im Pesto.
Mandeln

Mandeln gehören in jede gute Backstube.

Die Mandel

Es gibt süße Mandeln und Bittermandeln. In den Bittermandeln ist Blausäure enthalten, die bei purem Verzehr hochgiftig ist. Die Säure verflüchtigt sich erst beim Kochen. Beliebter und verbreiteter sind da die süßen Mandeln, die beim Backen oder auch kandiert zum Einsatz kommen. Außerdem sind Mandeln die Grundlage für Marzipan. Wenn Sie richtig frische Mandeln verarbeiten, müssen Sie sie erst häuten. Dafür kurz mit kochendem Wasser überbrühen und die braune Haut abziehen.
Pistazien

Ebenfalls ein beliebter Snack: geröstete Pistazien. Aber auch als Pistazieneis unschlagbar.

Die Pistazie

Geröstete Pistazien in Schale sind zwar eine ziemliche Pulerei, doch am Ende schmeckt’s einfach. Die Nüsse sind pur, gemahlen oder gehackt auf Gebäck und im süßlich-herzhaften Pistazieneis besonders lecker. Beachten Sie bei abgepackten Nüssen immer, dass sie grünlich sein müssen und nicht dunkel oder gar schwarz sind. Dann könnte Schimmel im Spiel sein, der den Genuss zunichte macht.
Esskastanien

Esskastanien sind auf herbst- und winterlichen Märkten der Renner.

Die Esskastanie

Diese süßliche Herbstnuss hat einen unschlagbaren Vorteil gegenüber anderen Nüssen: Sie ist besonders fettarm und unglaublich vielseitig. Mit Maronen, wie wir Esskastanien meist nennen, können Sie Suppen, Pürees oder Bratenfüllungen zubereiten. Die stärkehaltige Nuss ist dabei ein hervoragender Sattmacher und geröstet ein leckerer Snack an kalten Abenden. Frische Maronen müssen Sie dazu kreuzförmig einschneiden und bei 200 Grad für zehn Minuten auf dem Backblech rösten.
Cashewkerne

Cashewkerne sind geröstet ein leckerer Snack zum Filmabend.

Der Cashewkern

Unverkennbar bei Cashewkernen ist die Nierenform. Der süße Geschmack und die weiche, leicht zu kauende Konstistenz machen Cashewkerne zu einer der beliebtesten Snacknüsse. Doch auch in der Küche kommen Cashewkerne viel zum Einsatz: Ob asiatische Reis- oder Nudelgerichte, mit Cashewkernen können Sie zu Hause einen orientalischen Hauch kreieren. Probieren Sie es einfach aus.
Pecanuss

Pekannüsse ähneln der Walnuss, sind aber süßer.

Die Pekannuss

Die aus Nordamerika stammende Pekannuss gehört zu den Walnussgewächsen und sieht auch ein wenig wie eine Walnuss aus. Sie schmeckt jedoch nicht so herb wie ihre Verwandte. Sie ist hervorragend zum Verfeinern edler Gebäcke geeignet und schmeckt kandiert besonders verführerisch. Aber auch in Salaten oder zu herzhaften Gerichten passen gehackte Pekannüsse sehr gut.
Paranüsse

Harte Schale, gehaltvoller Kern: die Paranuss.

Die Paranuss

Die urige Nuss hat ihren Ursprung im Amazonasgebiet Südmerikas. Der geschmacksintensive Kern befindet sich in einer sehr harten dreikantigen Schale, die schwer zu knacken ist. Auch die Nuss ist etwas härter als eine Mandel, schmeckt jedoch ähnlich. Paranüsse beinhalten viel Selen und stärken dadurch Ihr Immunsystem. Wie auch die Pekannuss schmecken gehackte Paranüsse lecker in Salaten. Sie sind außerdem ein Standardbestandteil von Studentenfuttermischungen.
Macadamia

Die Macadamianuss ist die geschmackliche Krönung der Nusssorten.

Die Macadamianuss

Sie ist die Luxusnuss. Die aufwendige Ernte und Verarbeitung macht die Macadamianuss zu einer der teuersten Nüsse. Doch Preis oder Mühe beim eigenständigen Knacken lohnen sich. Die Macadamia hat von allen Nusssorten den höchsten Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Sie schmeckt süßlich und passt daher in Keksteig und Kuchen, aber auch in Salate oder gar Suppen. Geröstet ist die Macadamianuss länger haltbar. Möchten Sie die Nuss selber knacken, sollten Sie übriggebliebene immer luftdicht verpacken – so erhalten Sie die Frische.

Von der gerösteten Erdnuss bis zur Bio-Nussmischung

Katharina Mittag

von

Als wasch­ech­te mä­kel­bor­ger Diern, die schon als klei­ner Schie­ter mit bei­den Bei­nen im Mist stand und früh­mor­gens die Eier aus Ömings Hüh­ner­stall ge­sam­melt hat, weiß ich gute Küche und die Herkunft der Produkte zu schät­zen. Das heißt: Sel­ber ma­chen geht über sel­ber kau­fen – egal, ob Fleisch oder Ge­mü­se!

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