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Smart Kitchen: Wie sieht die Küche von morgen aus?

Backofen mit WLAN, digitaler Kühlschrank, smarte Eieruhr. Ist das die Küche der Zukunft? Und wer braucht das überhaupt?

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Smart Kitchen

Welcher Küchen-Typ sind Sie? Smarte Kitchen gibt es für jeden Typen.

Der Kühlschrank bestellt Milch, der Thermomix zieht sich neue Rezepte aus dem Internet, das Kochfeld springt auf Zuruf an und der Backofen lässt sich per App von unterwegs steuern. Erledigen smarte Küchengeräte bald den Einkauf, das Kochen und den Abwasch? Und wollen wir das überhaupt? Ikea hat mit dem ambitionierten Konzept „Concept Kitchen 2025“ in die Küche der Zukunft gesehen. Dort sind alle Küchengeräte miteinander vernetzt. Als Steuerzentrale dient der Küchentisch. Über dem Tisch sitzt ein Projektor. Der erkennt die Zutaten und wählt – je nachdem, wie lange Koch/Köchin Zeit hat – entsprechende Rezepte aus. Parallel dazu hält der Tisch den Kaffee warm oder wiegt das Gemüse ab. Werden Robo-Köche und Küchentische mit Touchscreen unseren Küchenalltag verändern?
Sonys Xperia Projector

Sonys Xperia Projector beamt ein Bild auf die Arbeitsplatte und registriert, wo Sie drücken.

Home smart Home: Wie sieht die ideale Küche der Zukunft aus?

Wer die Küche von morgen beschreibt, benötigt das Wissen, ob und wie sich die Essgewohnheiten ändern. Studierende der Uni Furtwangen haben junge Leute gefragt, wie sie in Zukunft wohnen, essen, leben und sich einrichten wollen. Das Ergebnis: Es gibt nicht DIE Küche von morgen. Je nach aktueller Lebenssituation gibt es viele verschiedene Wunschküchen. Die jungen Forscher haben vier verschiedene Koch-Typen identifiziert und dazu passende Küchenideen entwickelt.

Die Clever-Kocher

Clevere Köchinnen und Köche organisieren gerne, haben den Durchblick und denken strukturiert. Für sie ist der Haushalt ein Unternehmen, das klug gemanagt werden muss. Einkaufen, Kochen, Essen – für all das haben sie einen ausgefeilten Plan. Ihre Küche ist eine Küche der kurzen Wege. Alle Geräte sind perfekt angeordnet. Die Ausstattung orientiert sich an den Ess-, Trink- und Kochgewohnheiten der Bewohner: Smoothie-Maker, Müsli-Spender, Kaffeemaschine und eine smarte Eieruhr sparen Zeit. Der Thermomix übernimmt das Kochen. Ein Backofen mit WLAN oder ein smarter Kühlschrank sind in dieser Küche herzlich willkommen.

Galerie: Living Kitchen 2017

Die Bio-Kocher

Den Bio-Kochern sind Familie und Freunde wichtiger als Status und zu viel Stress. Kochen und Küche haben bei ihnen einen sehr hohen Stellenwert. Der Bio-Kocher legt Wert auf gute Qualität und Optik. Ihr Gemüse kommt aus der Region vom Bio-Bauern. Das Brot backt er selbst, auch Joghurt setzt er selbst an. Das Motto der Bio-Kocher: Lieber etwas weniger, dafür aber gesund und frisch. Mit Küchengeräten wie Entsafter und Brotbackmaschine leben sie ihr Faible fürs Selbermachen aus.

Die Genuss-Kocher

Für die Genuss-Kocher bedeutet Kochen Leidenschaft. Sie erholen sich beim Kochen vom Tagesgeschehen. Die Zutaten müssen frisch sein. Bei den Küchengeräten sparen sie nicht. Echtes Gusseisen, edle Hölzer – beim Genuss-Kocher stimmt die Qualität. Die individuellen Genuss-Kocher sind Perfektionisten und designverliebte Technik-Freaks. Die Küchenmaschine ist von KitchenAid und der smarte Kaffeevollautomat von De`Longhi. Beim Kochen mit dem neuen Sous-Vide-Stick lassen sie sich gerne über die Schulter schauen.

Die Lässig-Kocher

Die Lässig-Kocher essen, wann es ihnen passt und eher selten zu Hause. Feste Essenszeiten? Fehlanzeige! Berufliche und private Aktivitäten gehen vor. Der Lässig-Kocher braucht nicht zwangsweise eine eigene Küche. Und wenn, dann muss sie sich seinen Ansprüchen anpassen. Der Lässig-Kocher tendiert eher zum tragbaren Grill und zum Mixgefäß zum Mitnehmen. Oder er lässt sich seinen Snack gleich im Restaurant servieren.

Küchenradio

Silke Orth

von

Kochen ist eine Kunst – und keineswegs die unbedeutendste.