Glutenfreier Genuss

Voll im Trend: Mandelmehl – Getreide war gestern!

Immer mehr Alternativen zu herkömmlichem Weizenmehl lassen sich in den Regalen vieler Supermärkte blicken. Darunter auch Mandelmehl. eKitchen erklärt, wofür es sich eignet.

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Mandelmehl

Mit Mandelmehl erhält Ihr glutenfreies Backwerk eine leckere Nussnote.

Glutenunverträglichkeit oder Low-Carb-Diät – es gibt viele Gründe, um auf Getreideprodukte zu verzichten. Die meisten köstlichen Backwaren sind damit tabu. Aber: eKitchen hat gute Nachrichten für alle Betroffenen, denn es gibt Alternativen. Diverse Nussmehlsorten eignen sich als Ersatz, besonders beliebt zur Zeit ist das Mehl aus Mandeln.

Gepresst und Gemahlen

Aus den ovalen, mit Nähr- und Vitalstoffen angereicherten Kernen gewinnt man zwei Arten von Mandelmehl, die sich in Konsistenz, Nährwerten, Backverhalten und im Geschmack unterscheiden.
Die eine Variante ist das entölte oder teilentölte Mandelmehl, das als Nebenprodukt bei der Herstellung von Mandelöl entsteht. Die Presskuchen, die bei der Gewinnung des Öls abfallen, mahlt man weiter bis ein sehr feines, dem Weizenmehl ähnliches Pulver entsteht. Es enthält sehr viele hochwertige Eiweiße, wenig Fett und Kohlenhydrate. Es ist trocken und nimmt viel Flüssigkeit auf. Beim Backen eignet es sich dadurch gut zur Herstellung von festeren Tortenböden.

Galerie: Glutenfreies Gebäck und Mehl-Alternativen

Bei der anderen Variante handelt es sich einfach um gemahlene Mandeln. Kenner sind sich nicht einig, ob man diese Sorte auch als Mehl bezeichnen sollte, dennoch benutzt man es gerne beim Backen. Gemahlene Mandeln, meist blanchiert, enthalten im Gegensatz zum entölten Mandelmehl noch alle Öle und Fette. Sie nehmen weniger Flüssigkeit beim Backen auf, was zu luftigen und weichen Teigen führt. Besonders zu Pfannkuchen passt das sehr gut.
Beide Varianten haben eine leichte, für Mandeln typische Geschmacksnote. Beim richtigen Mandelmehl ist diese allerdings schwächer als bei den gemahlenen Mandeln. Die gemahlene Variante eignet sich daher eher zur Zubereitung von süßen Backwaren, während Deftiges auch mit dem richtigen Mehl funktioniert.

Noch nicht überall zu haben

Zu finden ist die trendige Weizenmehlalternative leider weniger häufig in handelsüblichen Supermärkten und Reformhäusern. Bei Online-Händler werden Sie fündig. Beispielsweise Ölmühlen verkaufen Mandelmehl als Nebenprodukt. Man kann allerdings mit einem stolzen Preis rechnen: ein Kilogramm liegt bei mindestens zehn Euro.
Gemahlene Mandeln findet man zwar häufig in Supermärkten, doch auch diese kosten meist mehr als ganze Mandeln. Wer mag, kann das Mahlen natürlich selbst zu Hause übernehmen. Einfach in einen leistungsfähigen Mixer geben und ordentlich zerkleinern.

Galerie: Mandelmehl – Weizen und Getreide waren gestern

Mandelmehl

Sabine Stanek

von

Von den leckersten Rezepten bis hin zu den praktischsten Gerätschaften – auf eKitchen berichte ich vom neusten Zubehör sowie von jeder Menge Tipps und Tricks rund um die Küche.

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