Braucht etwas Zeit

Lecker im Winter: Eintöpfe für Körper und Seele

Ein deftiger Eintopf wärmt im Winter von innen und bringt von Fleisch über Gemüse alle Zutaten für eine komplette Mahlzeit auf den Teller.

Datum:
Erbsensuppe

Winterzeit ist Eintopfzeit: Bis zum Servieren brauchen die Wintereintöpfe zwar etwas Zeit, aber der Arbeitsaufwand ist sehr überschaubar.

In der kalten Jahreszeit schmecken deftige und gehaltvolle Eintöpfe besonders gut. Jetzt darf das Essen dampfen und ruhig auch mal etwas ein paar Kalorien mehr enthalten. Praktisch: Die Wintereintöpfe lassen sich relativ einfach zubereiten und schmecken am nächsten Tag aufgewärmt oft besser, als frisch zubereitet. Das entspannt die Vorbereitung, wenn eine größere Gästerunde eingeladen ist.

Welches Kochgeschirr für die Wintereintöpfe?

Das benötigte Kochgeschirr ist übersichtlich: Neben einem großen Edelstahltopf, der auf dem Kochfeld steht und in dem sowohl angebraten als auch gekocht werden kann, eignen sich für das Backrohr Tontöpfe wie etwa der „Römertopf“ oder schwere Töpfe aus Gusseisen mit Deckel. Im heißen Backofen garen große Mengen Eintopf insbesondere mit dickeren Fleischstücken gleichmäßiger als auf dem Herd, häufiges Umrühren entfällt.
Soll allerdings im Tontopf Fleisch schmoren, dass zuvor angebraten werden soll, ist hier Vorarbeit in der Pfanne erforderlich. Der Gusstopf hingegen hat den Vorteil, dass er sich sowohl auf dem Kochfeld als auch im Backofen verwenden lässt. Am schnellsten geht es sicherlich im Dampfdrucktopf auf dem Herd. Allerdings zerkochen die Zutaten auch leicht bis zur Unkenntlichkeit, was nicht jedermanns Geschmack ist. Hier sollte die vorgegebene Kochzeit peinlich genau eingehalten werden.

Galerie: Leckere Wintereintöpfe für Körper und Seele

Eintöpfe brauchen etwas Zeit

Von der klassischen Erbsensuppe über das deftige Irish Stew bis zur schnell gekochten Steckrübensuppe benötigen die hier vorgestellten Eintöpfe unterschiedlich viel Zeit. Am besten muss man für die Erbsensuppe planen, da die kleinen, grünen, getrockneten, ungeschälten Gemüsekugeln über Nacht eingeweicht werden. Spontan lässt sich die „Kugellager-Suppe“ nicht so gut zubereiten, obwohl es auch Rezepte mit geschälten Erbsen gibt. Für vier Personen sollten 500 Gramm Erbsen im Topf mit etwa 2 Liter Wasser bedeckt werden. Am nächsten Tag gibt man ein fein gewürfeltes Suppengrün dazu sowie die Schwarte von einem ordentlichen Stück geräucherten Bauchspeck (400 Gramm). Nach 50 Minuten Kochzeit folgen der feingewürfelte Speck und 250 Gramm gewürfelte, eher mehlig kochende Kartoffeln. Weitere 15 Minuten später kommen Gewürze wie Pfeffer, Salz und Majoran hinzu, eventuell auch ein bis zwei Wiener Würstchen pro Kopf. 10 Minuten später ist die Erbsensuppe fertig.
Schneller geht es mit dem Irish Stew: Für vier Personen wird 1,2 Kilo Lammfleisch aus Schulter oder Keule in Würfel von 4 x 4 Zentimeter geschnitten und portionsweise kurz und scharf angebraten. Den Fond lösen sie mit warmem Wasser und geben ihn in den Schmortopf. Dann schichten sie das Fleisch abwechselnd mit klein geschnittenem Gemüse wie Spitzkohl (1 kg), vier großen Mohrrüben, zwei großen Zwiebeln und sechs großen, mehlig kochenden Kartoffeln in einen Bräter. Gewürzt wird der Eintopf schichtweise mit Salz, Pfeffer und Thymian. Zutaten mit Wasser knapp bedecken und bei 180°C für gut 2,5 Stunden zugedeckt in den Ofen schieben: köstlich! Nach Geschmack können auch Kümmel, etwas Lorbeer und Nelken das kräftige Aroma weiter verfeinern.
Am schnellsten kocht (nach der etwas aufwändigen Schnippelei) die Steckrübensuppe: Wenn die geschälte Steckrübe von etwa 1,5 Kilo Gewicht in kleine Würfel zerteilt ist, wird sie gut mit kaltem Wasser bedeckt aufgesetzt. Nach 15 Minuten Kochzeit kommen 800 Gramm ebenfalls gewürfelte Kartoffeln hinzu sowie 300 Gramm fein gewürfelter und geräucherter Speck (kann man vorher nach Gusto auslassen und leicht anbraten). Nach weiteren 15 Minuten würzen sie mit Pfeffer, Salz und einem Esslöffel gehacktem Maggikraut. Jetzt kann auch als weitere Fleischeinlage ein Kasseler-Kotelett im Stück oder grob gewürfelt mit in den Topf. Nach insgesamt 40 Minuten Kochzeit ist die Steckrübensuppe fertig und schmeckt mit sehr viel, sehr fein gemahlenem, schwarzen Pfeffer äußerst gut.
Tipp: Immer die doppelte Menge kochen und dann den Rest einfrieren. So ist im Eisfach immer eine köstliche Wintersuppe vorrätig.
Gerald Sinschek

von

Kochen, Braten, Backen – meine Küche ist mein liebster Hobby- und Arbeitsraum. Dabei gilt: lieber Kuchen als Kekse, lieber Steak als Tofu, lieber Nouvelle Cuisine als molekulares Brimborium. Gegen deftige Hausmannskost spricht überhaupt nichts und „Gourmand“ begreife ich nicht als Schimpfwort.

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