Wenig Kohlenhydrate, viel Geschmack

Kartoffelfasern – die Low-Carb-Alternative

Neu auf dem Markt: Kartoffelfasern oder Pofiber. Dieses gesunde Ballaststoffpulver ist vielseitig verwendbar und eignet sich zum Kochen, Braten oder Backen. Probieren Sie es aus.

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Kartoffelfasern als Ballaststoffe

Kartoffelfasern stammen aus der Kartoffel, schmecken auch so und haben aber wenig Kohlenhydrate.

Kartoffelfasern sind der jüngste Schrei auf dem Low-Carb-Markt. Sie werden auch Pofiber oder Potatoe Fibers genannt. Fibre oder Fiber (Faser) ist der englische Begriff für Ballaststoff. Pofiber enthalten kaum Kohlenhydrate und schmecken dennoch nach Kartoffeln. Sie sind die pulverisierte Form der Kartoffel, nachdem ihr Wasser und Stärke entzogen wurden. Nicht zu verwechseln mit Kartoffelmehl, das in jedem Supermarkt erhältlich ist. Kartoffelmehl enthält vor allem Stärke und damit viele Kohlenhydrate. Bei Kartoffelfasern handelt es sich um ein Ballaststoff-Pulver aus Kartoffeln. Das Pulver hat weniger Kohlenhydrate als die Knolle selbst. In der skandinavischen Küche gehören Kartoffelfasern schon lange zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln, und auch bei uns finden sich immer mehr Liebhaber der gesunden Faser.

Kartoffelfasern sind glutenfrei

Verwendet man Kartoffelfasern in der Küche, haben sie eine angenehm cremige Wirkung und schmecken fein nach Kartoffel. Für Low-Carb-Anhänger und Paleo-Fans ist das eine feine Sache, sie greifen lieber zu Kartoffelfasern, denn die unverarbeitete Kartoffel enthält mehr Kohlenhydrate als andere Gemüse. Gluten ist übrigens weder in der Kartoffel noch in ihren Fasern enthalten. Sie können also bei einer Glutenunverträglichkeit Kartoffeln und ihre Fasern essen.

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Was sind Kartoffelfasern?

Kartoffelfasern sind eine Art Restbestand aus der Kartoffel, aber deshalb nicht weniger wertvoll auf dem Speiseplan, denn der gesundheitliche Nutzen von Ballaststoffen ist heute unumstritten. Entgegen dem Wortlaut belasten Ballaststoffe unseren Darm in der Regel nicht, sondern sorgen für eine gute Verdauung. Um dieses Missverständnis klar zu stellen, sprechen Ernährungsbewusste heute lieber von "Fasern" als von Ballaststoffen.
Kartoffelfasern haben mit etwa acht Prozent wesentlich weniger Stärke als Kartoffeln, dafür wesentlich mehr Ballaststoffe als die Knollen. Laut Herstellerangaben können die Fasern das Zwölffache ihres Gewichts an Wasser aufnehmen. Sie sind in einer fein gemahlenen Konsistenz erhältlich, deshalb gelten sie auch als Ballaststoff-Pulver. Da Pofiber bei uns in Deutschland noch wenig bekannt ist, erhalten Sie es vor allem in großen, gut sortierten Bio-Märkten oder aber auf verschiedenen Internetplattformen.

Kartoffelfasern – in welchen Gerichten kommen sie gut an?

Selbst gebackenes Brot, Gebäck oder auch Kuchen bekommen mit Kartoffelfasern einen Ballaststoff-Kick und eine angenehme Konsistenz: Der Teig ist unter Zugabe von Pofiber besonders geschmeidig. Der Geschmack nach Kartoffeln bleibt erhalten und verfeinert auch Frikadellen oder die Panaden von Fisch, Fleisch und Soja-Schnitzeln. Probieren Sie folgende Rezepte:

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Frühstücksbrötchen mit Kartoffelfasern

Zutaten für 8 bis 10 Brötchen

  • 130 g Kartoffelfasern
  • 30 g Flohsamenschalen (gibt's im Biomarkt oder Reformhaus)
  • 100 g Creme fraîche
  • 150 g Joghurt (1,8 Prozent)
  • 20 g Quark
  • 4 Eier
  • 2 EL guten Essig
  • 1 TL Salz
  • 1 Pck. Backpulver
  • 100 g heißes Wasser

Zubereitung

Eier, Creme fraîche, Joghurt, Quark, Essig und Salz mit dem Handrührer vermischen bis eine glatte Masse entsteht. Kartoffelfasern, Flohsamenschale, Backpulver und heißes Wasser dazugeben, mit dem Knethacken ca. 5 Minuten kneten. Anschließend den Teig mit der Hand noch gut durchkneten und zwei Stunden ruhen lassen. Eine flache Scheibe formen und je nach gewünschter Form der Brötchen (rund oder länglich) in acht bis zehn gleichmäßige Stücke teilen. Die Brötchen formen und längs oder kreuzweise leicht einschneiden. Die Brötchen mit Sesam oder anderen Körnern bestreuen und auf ein Backblech legen. Ca. 50 Minuten bei 180 Grad Umluft backen.

Gemüseburger mit Kartoffelfasern

Zutaten für 2 Portionen (ca. 8 kleine Burger)

  • 100 g Kartoffelfasern
  • 2 große Karotten
  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 4 Eier
  • Salz
  • Pfeffer
  • evtl. etwas Gemüsebrühe

Zubereitung

Gemüse putzen und raspeln (je nach Geschmack fein oder grob). Die Kartoffelfasern mit den Eiern vermischen, das geraspelte Gemüse dazugeben, salzen und pfeffern. Die Masse aus Gemüse, Eiern und Kartoffelfasern sollte eine gut formbare Konsistenz haben. Falls der Teig zu weich ist, noch etwas Kartoffelfaser dazu geben, falls er recht fest ist, nehmen Sie noch etwas Gemüsebrühe. Öl in einer größeren Pfanne erhitzen, acht Häufchen der Masse in die Pfanne geben und etwas flach drücken. Von beiden Seiten bei mittlerer Hitze bräunen lassen.

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