Na dann: Guten Appetit!

Ihgitt! Eklige Zutaten, die wir jeden Tag essen

Extra fluffiges Brot, weiches Kaugummi und lang haltbare Frühstücksflocken haben ihren Preis: Sie enthalten besonders eklige Zutaten – und wir essen sie ahnungslos.

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Eklige Zutaten im leckeren Burger

Wer würde das noch essen? Nun: Solange wir nicht wissen, was wirklich in Lebensmitteln steckt, verschlingen wir auch Ekel-Zutaten.

Wie wäre es mit einem leckeren Haar-Burger? Oder doch lieber Läuse-Marmelade? Nein? Haben wir bestimmt alle schon gegessen! Täglich essen wir Dinge, die wahnsinnig lecker aussehen. Schaut man jedoch einmal mit der Lupe drauf, enthalten sie unfassbar eklige Zutaten oder Lebensmittelzusätze, die kein Mensch vermuten würde. Und: Das ist alles legal. Dabei ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im weltweiten Vergleich recht streng. Die Amerikaner sind meist lockerer. Solange man nicht sieht, was drin ist ...

Eklige Zutaten aus Naturprodukten

Dass viel Chemie in unserem Essen ist, wissen wir. Aber es gibt auch zahlreiche heimliche Zutaten in Lebensmitteln, die uns einen leichten Würgereiz bescheren – dabei sind sie fast schon „Bio“. Die Alarmglocken sollten angehen, wenn wir etwas essen oder trinken, das intensiv rot ist. Es könnte nämlich sein, dass hier Cochenilleschildläuse verarbeitet wurden. Aus den weiblichen Läusen wird ein organischer, roter Farbstoff gewonnen, der u.a. in Marmelade, Obstwein und Spiruosen zu finden ist. Noch häufiger im Supermarkt zu finden: L-Cystein. Eine Aminosäure, die meist aus einer natürlichen Eiweißquelle gewonnen wird: Menschenhaar. In China gibt es das besonders günstig. Wo setzt man es ein? In industriell herstellten Backwaren wie Brot oder Burgerbrötchen. Das macht den Teig besonders locker.

Galerie: Eklige Zutaten, die im Essen versteckt sind

Gefährliche Zusatzstoffe mit Ekel-Faktor

Titan zum Salat? Gibt es. Eine Komponente des Elements – Titandioxid – wird viel für Sonnenschutzmittel und Farben verwendet. Es macht alles strahlend weiß. Wer würde da nicht auf Idee kommen, es auch in Salatdressing zu mischen? Dumm nur, dass es mit giftigem Blei kontaminiert sein kann. Immerhin bleibt das gute Gefühl, dass das Dressing weißer als weiß war! Reizvoll ist auch Tertiär-Butylhydrochinon (TBHQ). Dabei handelt es sich um ein synthetisch herstelltes Konservierungsmittel, das in fast allem enthalten ist: Käsecracker, Chicken Nuggets ... Nagellack? Und genau das sollte skeptisch machen. Zwar sorgt TBHQ z.B. dafür, dass Lebensmittel länger haltbar sind, doch ein Gramm davon ist schon so giftig, dass es Menschen gefährlich krank macht. Übrigens: Im Volksmund heißt TBHQ Biodiesel. Noch ein bisschen Sauce zu den Chicken Nuggets?

Augen auf bei E-Nummern

Natürlich werden Zusätze wie Geflügelfedern, Frostschutzmittel oder Erdöl so nie in den Nährwertangaben von Lebensmitteln auftauchen. Solche Ekel-Zutaten verstecken sich u.a. hinter E-Nummern. Die lauten dann z.B. E920 (L-Cystein), E319 (Erdöl) oder E405 (Frostschutzmittel). Wie man die E-Nummern zuordnen kann, verraten Ernährungs-Apps oder das Deutsche Zusatzstoffmuseum. Wem jetzt noch nicht schlecht ist, sollte sich durch unsere Bildergalerie (oben) klicken. Aber Achtung: Diese ekligen Zutaten könnten euch sauer aufstoßen ...

Buch: E-Nummern & Zusatzstoffe – Was sich in unserer Nahrung versteckt

Anja Schmidt

von

Redakteurin Connected World. Die 156 Apps auf meinem Smartphone nutze ich wirklich. Meine Schwäche: Gadgets und smarte Technik.