Welcher Betriebsmodus ist richtig?

Ober-/Unterhitze oder Umluft: Den Backofen richtig heizen

Die allermeisten Backöfen bieten mindestens zwei Betriebsmodi an: Ober- und Unterhitze sowie Umluft. Doch welche Einstellung nutzt man wofür? Die Antwort auf diese Frage gibt eKitchen.de.

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Backofen mit Ober-/Unterhitze und Umluft

Umluft oder Ober-/Unterhitze? Das ist bei den meisten Backöfen die Frage.

Die einen backen nur mit Ober- und Unterhitze, die anderen nur mit Umluft. Unter den Hobby-Köchen scheint es im Internet fast eine Art Glaubenskrieg zu geben. Dabei müssen Sie sich gar nicht entscheiden, denn nur wer die Betriebsmodi des Backofens flexibel nutzt, kann aus dem Gerät das volle Potenzial ausschöpfen und je nachdem, welche Speisen gerade zubereitet werden sollen, die beste Garmethode wählen.

Wärme von oben und unten

Bei der Ober- und Unterhitze sorgen Heizstäbe bzw. -spiralen für die Hitze im Inneren des Ofens. Diese befinden sich – wie die Bezeichnung es schon erahnen lässt – in der Decke und im Boden des Backofens. Je nach Modell liegt das Heizelement an der Oberseite frei oder ist verkleidet. Die Hitzequelle im Boden ist hingegen in der Regel immer verkleidet, was die Reinigung erheblich erleichtert.

Gleichmäßige Hitze im Ofen

Bei der Betriebsart „Umluft“ kommt zusätzlich ein Ventilator zum Einsatz, der in der Rückwand des Backofens angebracht ist. Dieser verteilt die Luft, die durch die genannten Heizelemente erhitzt wird, im Innenraum. Es gibt ebenfalls so genannte Heißluftöfen, bei denen der Ventilator hinter bzw. innerhalb eines ringförmigen Heizelements sitzt. Hier sind nicht Ober- und Unterhitze für die Wärme verantwortlich, sondern der Ringheizkörper.
Der Vorteil dieser Technik: Angeblich soll die Hitze dadurch noch gleichmäßiger verteilt werden. Aber auch hier gehen die Berichte der Nutzer wieder auseinander: Die einen schwören auf Heißluft, die anderen erkennen keinen großen Unterschied zur Umluft.
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Umluft: Der Ventilator verteilt die heiße Luft im Backofen.

Auf mehreren Ebenen backen

Umluft bietet vor allem den Vorteil, dass die Hitze auch dann alle Speisen im Backofen gut erreicht, wenn Sie mehrere Backblecke gleichzeitig einsetzen. Sie möchten drei Pizzen parallel backen? Dann ist Umluft die beste Wahl. Denn bei Ober- und Unterhitze würde die Wärme gar nicht alle Pizzen gleich gut erreichen. Vor allem die Pizza in der Mitte wäre kaum gegart, während die obere vor allem von oben und die untere vor allem von unten besonders gut durch wären.

Geringere Temperatur mit Umluft

Zudem garen Speisen im Umluftbetrieb selbst bei 20 bis 30 Grad Celsius niedrigeren Temperaturen gleich gut. Damit sind Um- und Heißluft etwas sparsamer im Energieverbrauch. Der Nachteil ist allerdings, dass die sich ständig bewegende Heißluft die Speisen schneller austrocknet. Sie entzieht dem Gargut Feuchtigkeit, so dass zum Beispiel Kuchen zu trocken werden können.

Ober- und Unterhitze getrennt einschalten

Bei Brötchen oder Keksen kann genau dieser Effekt jedoch gewünscht sein, so dass hier Umluft der passende Modus ist. Bei Pizza wiederum kann eine Kombination aus Umluft und Unterhitze die perfekte Mischung sein. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Herd überhaupt erlaubt, Ober- und Unterhitze getrennt einzuschalten sowie den Ventilator gezielt hinzuzuschalten. Das ist noch längst nicht bei jedem Modell der Fall.

Backofen mit Grill

Nicht wenige Backöfen bieten zudem eine Grillfunktion. Dabei strahlt eine an der Decke montierte unverdeckte Heizspirale mit hoher Temperatur auf den Innenraum, um das Gargut intensiv zu bräunen. Bei einigen Geräten lässt sich der Umluftbetrieb zuschalten, damit zum Beispiel das Fleisch schneller fertig ist.

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