Preisverleihung

Gastro-Gründerpreis 2015: Klassiker in neuem Gewand

Am 28. September fand die Berlin Food Night statt. Auf ihr wurde unter anderem der Gastro-Gründerpreis 2015 verliehen – sechs Gewinner konnten mit ihren Konzeptideen überzeugen.

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Die Gewinner des Gastro-Gründerpreises

Die sechs Gewinner des Gastro-Gründerpreises konnten sich erfolgreich mit ihren Konzepten von der großen Konkurrenz absetzen.

Auf der Berlin Food Night wurden am 28. September, sechs jungen Gastronomiegründern der Gastro-Gründerpreis 2015 verliehen. Unter dem Motto „Zurück zu den Wurzeln“ wurden klassische Gerichte, wie Haferbrei, Stulle und dergleichen mehr mit neuen Konzeptideen verfeinert, die den Klassikern neues Leben einhauchen. Die Konkurrenz der 6 Sieger war groß: Über 325 Gastronomiegründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich mit ihren Konzepten um den Preis beworben und wurden von der 12-köpfigen Jury, bestehend aus Größen der Branche, wie Christian Rach, genau geprüft.

Die Gewinner im Detail

Die Speiseeisherstellung ist vom Grundprinzip, wenn auch nicht von den verwendeten Zutaten, immer recht gleich. Das wollten der Physiker Boris König und der Betriebswirt Philipp Niegisch mit ihrem Geschäft „Wopp Woop Icecream“ allerdings nicht in Stein gemeißelt wissen: Sie nutzen -196 Grad Celsius kalten Flüssigstickstoff, um ihren Gästen innerhalb kürzester Zeit das Eis direkt vor den Augen zuzubereiten. Hier können Sie sich das Ganze in Aktion anschauen.
Das Pausenbrot, auch „Stulle“ genannt, gehört nicht nur bei Schülern zu den meist verzehrten Speisen im Alltag. Zumeist ist der Belag allerdings etwas eintönig. Auch hat man im stressigen Alltag vielleicht nicht immer morgens die Zeit und Muße sich „noch eben schnell“ ein Brot zu schmieren. Langweiligem Belag und hektischem Morgentreiben will Luisa Dlugay mit ihrem Geschäft, dem „Stullenbüro“, entgegenwirken. Hier gibt es nicht nur die „Stulle-to-go“, belegt ist sie auch noch mit ausgefallenen und gesunden Zutaten, wie zum Beispiel Blaubeer-Pinienkern-Pesto. In diesem Video stellt sie ihr Konzept vor.
Zu einer ordentlichen Mahlzeit im Restaurant gehört auch ein ordentlicher Wein. Dieser eingefahrenen Einstellung möchten Biersommeliere Ines Bergauer und Koch Vinroy Sterling mit ihrem Konzept entgegentreten: „Sterling's Jamaican Catering“ verbindet die exotische jamaikanische Küche mit internationalem Craft Beer. Zu jeder Speise, so versprechen die Besitzer in ihrem Video, gibt es das passende Bier dazu.
Food Trucks sind in den Straßen der Großstädte schon längst keine Seltenheit mehr – allzu gut für die Umwelt sind sie jedoch nicht. Die Food Bikes von „Lucky Lunch“ fahren ohne großen Lärm und vor allem Abgaßen durch die Straßen, derzeit nur durch die Frankfurts. Das hat noch einen anderen Vorteil: An einem Stau in den Straßen stört sich so ein Fahrrad zumeist nicht. Für die verschiedensten Geschmäcker, so der Besitzer Dirk Quasten, hat das Fahrrad das passende Gericht auf dem Gepäckträger. Hier können Sie sich die Fahrräder und ein Beispielgericht genauer anschauen.
Was hierzulande zumeist schlicht als „Haferbrei“ bekannt ist, kennen Länder wie Großbritannien als „Porridge“. Und bereiten das Gericht sehr viel variantenreicher zu, als man es dem – zugegebenermaßen recht unansehnlichen – Brei vielleicht auf dem ersten Blick zutrauen mag. Dem Beispiel folgen auch die drei Gründer von „Haferkater“ Leandro Burguete, Anna Schubert und Levin Siert. Sie versehen das Frühstück mit gesunden Zutaten und begeistern so ihre Gäste – wie in diesem Video zu sehen.
Der Trend geht zur gesunden Kost und zum maßvollen Genuss – spielt also der Gastronomin Antje Matthes und dem Bauern Christian Heymann mit ihrem Konzept direkt in die Hände. Sie wünschte sich schon lange ein eigenes Restaurant, welches mit nachhaltigen Gerichten überzeugen konnte, er konnte ihr diesen Wunsch dank eigenem Acker erfüllen. Alles, was besagter Acker an Ernte hergibt, wird sogleich im Restaurant „HavelGut“ verwertet. Die beiden Betreiber stellen sich in diesem Video kurz vor.

Sieger erhalten Startkapital und Mentorenbetreuung

Neben einem Startkapital von 5.000 Euro erhalten die Sieger unter anderem auch unterstützende Beratung von einem Mentor aus der zwölfköpfigen Jury, ebenso eine Gründunsberatung des Unternehmens ETL ADHOGA (Steuerberatungsunternehmen für Hotellerie und Gastronomie) und mediale Unterstützung durch zum Beispiel ein Gründerportrait im fizzz Magazin. Seit 2014 prämiert der Gastro-Gründerpreis die besten Gründungskonzepte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Initiator und Veranstalter ist orderbird, ein Unternehmen, das das iPad-Kassensystem vertreibt.

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