Das Ende des Klassikers?

Bahlsen ändert Butterkeks-Rezeptur

Bahlsen ändert das Rezept der beliebten Leibniz-Butterkekse. Der Konzern will die Qualität der leckeren Kekse so in allen Märkten sichern.

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Butterekeks

So sehen Butterkekse typischerweise aus. Die 52 Zähne gibt es aber nur beim Original von Bahlsen.

Bahlsen ändert die Rezeptur seines Klassikers: Die Zusammensetzung der Leibniz-Butterkekse soll sich künftig auch in unterschiedlichen Märkten nicht mehr voneinander unterscheiden. In einigen Ländern setzte das Unternehmen auf das wenig nachhaltige Palmöl. Die namensgebende Butter rückte in den Hintergrund. Deutsche Butterkeks-Fans atmen auf: Das bestehende und in Deutschland entstandene Originalrezept mit reichlich Butter dient als Vorlage für die Rezeptänderung, die vorwiegend osteuropäische Märkte betrifft. Die Umstellung erfolgte bereits zum 1. Juli, Bahlsen Polska produziert nun qualitativ hochwertigere Produkte für osteuropäische Länder.

Hohe Standards in allen Ländern

Als Grund für die Änderung gab Bahlsen die Globalisierung an: Konsumenten erwarten die selben Standards in der Qualität eines Produkts, egal in welchen Märkten sie verfügbar sind. Das dürfte auch dem slowakischen Regierungschef Robertz Fico gefallen: Eine Studie hatte belegt, dass im osten Europas industrielle Produkte oftmals aus qualitativ minderwertigen Zutaten bestehen. Diese ungleiche Behandlung von Staaten wie Polen, Tschechien oder Ungarn sei laut Fico inakzeptabel und erniedrigend. Gesetzliche, europäische Kontrollmechanismen gibt es bisher nicht. Wenigstens Bahlsen geht also mit gutem Beispiel voran: Künftig dürfen sich auch Osteuropäer beim Zubereiten eines Kalten Hundes über qualitativ hochwertigere Butterkekse freuen.

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Erik J. Schulze

von

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